GOApuccinoAls erste Hamburger Schule hat das Gymnasium Oberalster (GOA) einen Oberstufenkurs Wirtschaft angeboten, der auf dem TheoPrax-Konzept basiert. Diese Lernmethode verbindet Theorie und Praxis miteinander, fördert das eigenverantwortliche Handeln der Schüler und stärkt ihre Teamfähigkeit. In diesem Kontext haben Schüler im Jahre 2008 eine Firma gegründet, die ein wirtschaftlich eigenständiges Schülercafé an der Schule betreibt, das Goapuccino – ein in der Hamburger Schullandschaft einzigartiges Projekt.

Durch das praxisnahe Arbeiten gewinnen die Schüler detaillierte Kenntnisse in den verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen von Einkauf über Logistik bis zur Finanzplanung. „Das Café bietet einen dauerhaften Rahmen für angewandtes unternehmerisches und innerschulisches Lernen“, betont Lehrerin Monika Scheurmann, die das Projekt verantwortet.

 

 

Neues Schuljahr – neue Ideen für das Goapuccino (2012/13)

Von Carolina Källner, SI

 

 

 

Mit Beginn des neuen Schuljahres hat sich auch das Team des Goapuccino verändert. Die neuen Schüler haben wie jedes Jahr für frischen Wind und neue Ideen gesorgt. Während die Schüler der S3 das Flair schon länger gewohnt sind, hatte die S1 bisher noch keine Möglichkeit, an dem Projekt mitzuarbeiten. Wir sind zum ersten Mal gespannt ins Goapuccino gekommen und haben alle Vorteile des Schülercafés entdeckt, egal, ob es die Gemeinschaft, guter Kaffee oder ein Sandwich sind. Dennoch gibt es Dinge, die sich verändern ließen. Genau daran könnte man nun im Wirtschaftskurs arbeiten und Lösungen finden.

So ist eine dieser Schwachstellen zum Beispiel die Kasse. Zwar kann diese die notwendigsten Aufgaben erfüllen – also das Wechselgeld aufbewahren – mehr aber auch nicht. Es wäre hilfreich, zu wissen, von welchem Produkt wie viel verkauft wird und welches Produkt aus dem Sortiment gestrichen werden könnte. Das soll in Zukunft möglich sein, dank eines neuen, modernen Kassensystems. Im Café wird es nur einen Touch-Bildschirm geben, Schüler des Projektes werden jedoch jederzeit die Bilanzen und das Inventar über das Internet abrufen können. Es kann also schon zu Hause festgestellt werden, welche Produkte fehlen. Das wird viel Zeit sparen und das Goapuccino wesentlich effektiver gestalten. Eine andere Schwachstelle ist bereits länger bekannt: Bei der Entstehung des Goapuccino wurde die Wand gestrichen und das Logo auf die Wand aufgetragen. Im Laufe der Zeit ist die Originalfarbe verblichen und es sind Markierungen oder kleine Löcher entstanden. Deswegen soll die Wand neu gestrichen und auch die Dekoration des Goapuccino umgestaltet werden, damit das Schülercafé in neuem Glanz erstrahlt – ähnlich der „African Weeks“, die im November stattfanden. Während dieser Zeit gab es Bananen- und Mangoshakes sowie Roibostees im Angebot, zu einem erhöhten Preis, der dem afrikanischen Patenkind des Goapuccino zu Gute kam.

Dennoch: Nicht alles hat sich mit dem neuen Schuljahr verändert. Manches, wie die gesellige Gemeinschaft, buntes Treiben in den Pausen und die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler im Wirtschaftskurs, wird einfach immer gleich bleiben!

 

 

Neues aus dem Goapuccino (Schuljahr 2011/12)

Von Timm Brünjes

 

 

Eigenverantwortliches Handeln fördern und die Teamfähigkeit stärken – das waren die beiden Hauptziele des Wirtschaftsprojekts, als es 2008 ins Leben gerufen wurde. Im April jährt sich die Eröffnung des Goapuccinos zum vierten Mal und damit ist es nun mehr als doppelt so lange in Betrieb, wie es zuvor eine Baustelle war. Heute können wir mit Fug und Recht behaupten, dass die ursprünglichen Ziele erfüllt wurden und werden.

Von Anfang an galt „learning by doing“, da es kein Modell gab, dass sich die Schüler zum Vorbild nehmen konnten. Trotzdem hat sich das Goapuccino im Schulalltag so verfestigt, dass es gar nicht mehr wegzudenken ist. „Von Schülern für Schüler“ ist das Leitmotiv, unter dem der Kurs arbeitet, und das wird schon deutlich, wenn man das Café in der Pause betritt und Schüler hinter der Theke stehen, um den Capuccino zu servieren.

Während der Tresen in den ersten Jahren noch relativ kahl aussah, hat sich inzwischen einiges getan. Das Sortiment wurde maßgeblich erweitert und vor allem auch das Inventar stark verbessert. Die Schokoriegel liegen seit einiger Zeit in einer Vitrine aus Plexiglas, anstatt in mit Servietten ausgelegten Körben; der Sandwichmaker ist stets einsatzbereit und perfekt für diejenigen, die die heißen Snacks aus der Caféteria vermissen und kein ganzes Mittagessen in der Schule brauchen. Der Fernseher ist die größte Anschaffung der letzten Zeit und bewährt sich vor allem in den Freistunden der Oberstufenschüler. In den Pausen läuft ausschließlich der Nachrichtensender N24 und hält die Schüler auf dem neuesten Stand.

Der Wirtschaftskurs, der das Projekt trägt, trifft sich jeden Dienstag in der 9. und 10. Stunde im Plenum. Dabei arbeiten zunächst die einzelnen Abteilungen unter sich, bevor Ergebnisse in der großen Runde besprochen werden. Aufgeteilt ist der Kurs in sieben Abteilungen (Vorstand, Marketing Intern, Marketing Extern, Sortiment, Finanzen, Personal und Service), die jeweils einen eigenen Aufgabenbereich bearbeiten.

 

 

 

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