Kampnagel ist eine alte Maschinenfabrik in Hamburg-Winterhude, die nach einer Sanierung als Veranstaltungsort für modernen Tanz und Theater genutzt wird. Die großen Hallen sind vor allem in der freien Szene sehr beliebt. Nicht nur die lokale, auch die internationale Tanzszene trifft sich hier.

Am Mittwoch, den 28. Januar 2015, fand ein Experiment des deutschen Choreographen Sebastian Matthias statt. Das Thema des Abends „Synekism“ bedeutet so viel wie Stadtforschung, die er bereits in mehreren Metropolen wie Tokio, Zürich oder Berlin durchgeführt hat. Er geht davon aus, dass die individuelle Dynamik der unterschiedlichen Kulturen auch die Entwicklung im urbanen Raum der jeweiligen Städte zeigt. Sebastian Matthias versucht mit seinem Stadteroberungsprogramm eine neue Art des Zuschauers zu entwickeln. Ziel ist es hierbei, die Teilhabe und Einbindung des Publikums am künstlerischen Prozess zu ermöglichen.

Der Abend begann um 19 Uhr in C6, einem der Nebenhäuser. Als wir ankamen, waren schon einige andere Tänzer auf der Bühne. Unter den insgesamt 40T eilnehmern befanden sich sowohl die sieben Profitänzer sowie andere Tanzbegeisterte jeden Alters als auch unser S1-Kurs „Community Dance“. Wir waren die Jüngsten.

Nach einem ausgiebigen Warm-up hatten wir die Chance, direkt mit den Profis zu tanzen. Die anfängliche Scheu legten die meisten schnell ab und so konnten wir einen tollen Einblick hinter die Kulissen der Tanzszene bekommen. Während des Workshops standen nicht die internationalen Tänzer im Vordergrund, sondern vielmehr die Mitwirkenden. Teil des Programms war außerdem Besprechung einiger Fragen rund um das Thema Berührung und wie weit man beim Tanzen gehen kann. Die  Kommunikation auf Englisch hat viel zur künstlerischen Atmosphäre beigetragen.

Insgesamt waren wir alle sehr fasziniert von diesem so andersartigen Schulausflug. Noch im Nachhinein wurde viel über diesen Abend geredet.

Von Isabella Feldmann, S1, Community Dance

Fotos aus dem laufenden Community Dance Kurs: SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC
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