Gemeinsam gegen tödliche Kinderkrankheit

Gymnasiasten spenden für NCL-Stiftung

(22. Februar 2010)

 

Seit einigen Wochen steht eine Sammelbüchse der NCL-Stiftung in der Cafeteria des Gymnasiums Oberalster. Langsam füllt sie sich mit Spenden. Schüler, die einen Snack oder ein günstiges Mittagessen zu sich nehmen, haben meist nicht viel Geld – was sie spenden, sparen sie sich vom Munde ab. Dennoch spricht es für das soziale Engagement der Gymnasiasten, an Kinder zu denken, die von der tödlichen Kinderkrankheit Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL) bedroht sind.

NCL ist eine seltene, schwere Stoffwechselkrankheit, die im Vorschulalter ausbricht und nach vielen qualvollen Jahren zum Tode führt. In dieser Zeit erblindet das Kind, verliert die Sprache, baut geistig ab, leidet schließlich unter Epilepsie und Lähmungen. Älter als 25 Jahre wird kaum ein Betroffener. Die gemeinnützige NCL-Stiftung („National Contest for Life“) mit Sitz in Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese tödliche Krankheit zu bekämpfen.

Zuständig für Forschung ist dort Dr. Frank Stehr, studierter Biochemiker und Molekularbiologe - sowie ehemaliger GOA-Schüler. „Er war in meinem Leistungskurs“, so Jörg Moser, Fachleiter Chemie, der die Spendenaktion am Gymnasium Oberalter koordiniert.

Angesichts des Finanzbedarfs von 9 Millionen Euro für eine Gentherapie gegen die Krankheit ist das Kleingeld der Schüler zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein – aber jeder Euro zählt.

Jörg Moser