Profilfahrt nach Slowenien. 17 Stunden Busfahrt Hinweg, 4 ½ Tage Aufenthalt, 17 Stunden Busfahrt Rückweg. „144 Stunden Zeit, um sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen“, dachte ich. Auch sonst war ich nicht ganz überzeugt von einigen Mitreisenden. Was diese Woche aber dann brachte, hat mich sehr überrascht.
Bei Fahrtantritt hatte ich nicht gedacht, mit guten Freunden immer etwas zu lachen zu haben oder problemlos neue Freundschaften zu knüpfen. Aber ob man es will oder nicht, die Profilfahrt hat uns zusammengeschweißt – beim Baden im See, beim Rafting auf dem Fluss, beim Canyoning, beim Wandern oder auf dem Tagesausflug nach Ljubljana.

Alle haben etwas gemeinsam unternommen. Bei unglaublichem Wetter, strahlendem Sonnenschein und golfballgroßen Hagelkörnern sind sich alle untereinander näher gekommen, als es in der Schule jemals denkbar wäre. Das Leid, in den Luxus einer slowenischen Jugendherberge zu kommen (Verpflegung, Hygiene und Komfort waren außerordentlich), fühlte sich geteilt nur halb so schlimm an.
Das Reiseziel an sich, der Bohinj See, war unbeschreiblich: 526m über dem Meeresspiegel mitten im Nationalpark Triglav, war er zwar a****kalt, aber ein echter Blickfang. Ein großes Dankeschön geht dabei natürlich an unsere Aufsichtspersonen, Frau Landau und Herrn Degen, die diesen Ort ausgewählt hatten und uns eine lustige, spannende Woche ermöglicht haben. Denn auch die Aktivitäten rund um den See haben allen Spaß gemacht.

Ich glaube, alle kamen enttäuscht in Hamburg wieder an, wir hätten auch noch weitere Tage dort zusammen verbringen können. Und für mich persönlich war es der größte Erfolg dieser Fahrt, dass ich vergessen habe, dass ich mit meinem Profil und Lehrern auf Profilfahrt war. Es hat sich angefühlt wie eine Woche Urlaub mit Freunden und Bekannten. Wie ich finde, ist dies das beste Zeugnis, das man einer Profilfahrt ausstellen kann.

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