„Noch länger schlagen! Gleich kommt der magische Moment!“

„Hmmm, das riecht sooo lecker, wann dürfen wir das essen?“

„Welchen Nagel brauche ich für das Trapez-Muster?“

„Erst den Kopf herunterdrücken, dann an den Seiten fassen!“

„Ich hatte gar kein Futter mehr in der Hand und tauchte nur meinen Finger ein, doch der Fisch machte trotzdem ‚Hammm‘!“

Die Klasse 6b hat eine sehr ereignisreiche Woche verlebt! Im Haithabu Wikinger-Dorf wurde Butter hergestellt, wofür man recht lange Sahne mit einem Holzquirl schlagen musste, bis sich ganz plötzlich die Butter bildete und sich von der Buttermilch trennte. Es wurde außerdem eigenhändig Brot in einem Wikinger-Ofen gebacken, welches dann mit Brennnesselquark (natürlich auch selbst gepflückt und zerrieben) und der selbstgemachten Butter verspeist werden durfte. Verschiedene Thorshammer-Amulette wurden gegossen und mit Hammer und Nägeln mit verschiedenen Mustern verziert. Auf einer Kutterfahrt in Eckernförde wurden viele Krebse und Seesterne aus einem insgesamt einen Kilometer langen Fangnetz befreit, aber auch ein paar Schollen gefangen. Im Ostseeinfocenter wurden Fische wirklich hautnah erlebt.

Egal, ob der nahe gelegene Ostsee-Strand zum Steinestapeln, Laufen und Joggen einlud, ob die Lust am Gruseln durch die Moorleichen im Schloss Gottorf in Schleswig befriedigt wurde, ob der Bedarf nach Stille im St. Petri Dom ausreichend gestillt wurde, ob wir in der Bonbon-Kocherei sahen, wie aus einer riesigen rötlichen Masse haufenweise Brausebonbons wurden, die wir dann auch kosten durften, oder ob wir beim Bernsteinschleifen die Zahnpasta für das abschließende Polieren nicht nur auf dem Stein und unseren Fingern verteilten – wir hatten sowohl bei unseren Ausflügen wie auch bei unseren verschiedenen Aktivitäten in der Ferienanlage Schönhagen jede Menge Spaß. Das teilweise schlechte Wetter in den ersten zwei Tagen konnte uns die Laune keineswegs vermiesen, und das DFB-Minispielfeld war immer ein Magnet für die Jungen, die manchmal nass, aber stets glücklich von dort zum Essen strömten. Abendliche Spiele in unserem Gruppenraum sorgten für viel Gelächter und auch Spannung, wenn wir einfach nicht herausbekamen, wer unsere Werwölfe waren, oder wenn wir vergeblich versuchten, beim Sitzfußball mit Wasserbällen ein Tor zu erzielen, wenn wir bei „Mord im Dunkeln“ schaurige Schreie des Opfers hörten oder wenn wir bei „Schlapp hat den Hut verloren“ immer wieder dieselben Personen dabei erwischten, nicht schnell genug zu reagieren.

Gut verpflegt waren wir auch, kein Kind litt Hunger – auch wenn der gegenüberliegende Kiosk ein sehr beliebtes, zusätzliches „Ausflugsziel“ war. Die vorgegebene Nachtruhe ab 22 Uhr einzuhalten war nicht immer ganz einfach, aber man ist ja lernfähig…

Eine schöne, lebhafte und unfallfreie Klassenreise ist nun zu Ende, und wir sind alle wohlbehalten wieder zu Hause angekommen, mit tollen Erinnerungen und viel Gesprächsstoff für die kommende Zeit!

Wir werden es wieder wagen – in Schönhagen!

von Dagmar Reichle

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