Nach intensiver Vorbereitungsphase ist es nun endlich soweit: Das GOA hat seit 1. Dezember eine IVK 9. Es handelt sich dabei um Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Momentan umfasst die Gruppe sechs Jungen und ein Mädchen; sie kommen aus Syrien, Gambia, Mazedonien und Afghanistan. In den folgenden Wochen wird die Klassenstärke auf bis zu 18 Schüler ansteigen.

Die beiden Klassenlehrer sind Frau König und Herr Reimers. Neben umfangreichem Deutschunterricht werden die Schüler bald Mathematik- und Englisch-Stunden bekommen und in den Fächern Kunst und Sport nach Möglichkeit in die Regelklassen integriert werden.

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Natürlich geht es für die IVK-Schüler am Anfang darum, sich an das neue Umfeld zu gewöhnen, Vertrauen zu fassen und die „Rhythmen“ des deutschen Schulwesens zu verinnerlichen.

Für die Lehrer liegt neben der besonderen pädagogischen Herausforderung die Arbeit darin, einen Unterricht zu planen und durchzuführen, der der außergewöhnlichen Heterogenität der Lerngruppe gerecht wird. Die ersten Stunden haben bereits bewiesen, dass die Schüler extrem unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen. Einige haben durch Krieg und Flucht seit mehreren Jahren die Schule nicht mehr besucht. Zudem sind sie unterschiedlich lange in Deutschland, zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten.

Nach der ersten Phase des Ankommens wird nach Weihnachten ein Konzept entwickelt, welches durch Unterstützung von Eltern und durch Patenschaften von Schülern aus den 9. Klassen die Integration der IVK-Schüler beschleunigen soll.

Schön zu beobachten ist, dass alle neuen Schüler freundlich, lerninteressiert und schon erstaunlich offen sind. Darüber hinaus finden sie sich bereits als Gruppe und werden das Schulleben des GOA hoffentlich dauerhaft bereichern.

von Wolfgang Reimers

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