Den Lernprozess kannst du dir etwas vereinfacht mit Hilfe eines „Dreispeichermodells“ vorstellen:
Für eine sehr kurze Zeit (bis 250 Millisekunden) werden Informationen (Sinneseindrücke) unbewusst im recht großen „sensorischen Gedächtnis“ aufgenommen, bevor sie für einige Sekunden bis Minuten in das Kurzzeitgedächtnis (Arbeitsgedächtnis) mit einer nur geringen Aufnahmekapazität wandern, wobei wesentliche Informationen von unwesentlichen bewusst getrennt werden. Von diesem aus muss das Wissen aktiv durch Wiederholung, Anwendung, Übung im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden, in dem es jahrelang aufgehoben und mit anderen Wissensinhalten vielfältig vernetzt wird.

Aufnahmekapazität: groß
Dauer: bis 250 Millisekunden
Art: unbewusste Aufnahme von Sinnesinformationen
Aufnahmekapazität: ca. 7 Chunks (z.B. 5 bis 9 Vokabeln zur Zeit)
Dauer: 30 Sek. bis einige Minuten
Art: bewusstes Filtern von Informationen
Aufnahmekapazität: sehr groß
Dauer: Jahre
Art: neuronale Verknüpfungen, strukturelle Veränderungen

Als Angebot zum Ausprobieren findest du hier einige Tipps, die viele Schülerinnen und Schüler bisher nützlich fanden:

1. Wenn du im Unterricht aktiv mitarbeitest und nach dem Unterricht das Wichtigste in eigenen Worten schriftlich zusammenfasst („Thema der Stunde“), eine Mindmap anfertigst, deine Mappe strukturiert gestaltest oder Fragen zum tieferen Verständnis des Lernstoffs formulierst und damit das Gelernte bereits anwendest, hast schon einen Großteil der Lernarbeit geleistet.

2. Zwei Wochen vor der Klassenarbeit verschaffst du dir einen Überblick über das Thema der Arbeit und teilst dir den Stoff für die Arbeit in 8 bis 10 kleine Portionen ein, um den Unterrichtsstoff bis zur Arbeit gezielt zu wiederholen.

3. Akzeptiere auch Fehler und Lücken! Wie langweilig wäre das Lernen ohne Fehler! Sie motivieren dich zur erneuten Beschäftigung mit dem Thema.

4. Beachte beim Lernen wie auch bei den Hausaufgaben:

  • Zwei Fremdsprachen nie direkt hintereinander lernen!
  • Mündliche Aufgaben mit schriftlichen abwechseln!
  • Kurze Pausen mit Bewegung nicht vergessen!

    5. Am Abend vor der Klassenarbeit entspannst du dich mit etwas Schönem. Vielleicht spielst du draußen noch einmal Fußball mit Freunden oder hörst deine Lieblingsmusik oder…

Viel Erfolg dabei wünscht dir

Cordula Freudenstein

 

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