GOANews: Frau Kriege, Sie betreiben am GOA die Schulkantine und seit diesem Schuljahr auch die Cafeteria. Die ersten positiven Rückmeldungen der Schüler/-innen sind bereits bei den Eltern angekommen. An vielen Hamburger Schulen wird Essen aus Großküchen serviert. Wie ist das am GOA?

Alexa Kriege: Hier am GOA wird natürlich frisch gekocht! Das ist sicherlich immer noch nicht allen SuS bewusst, aber wir starten hier schon früh morgens, um alles frisch zuzubereiten, d.h. von der Kartoffel bis hin zum Gulasch wird alles in der GOA Küche geschält, geschnippelt und „gebruzzelt“.

GOANews: Wenn Sie sagen, Sie kochen alles vor Ort und selber, ist das jeden Tag eine Menge Arbeit. Wie viele unterschiedliche Gerichte gibt es denn für die SuS? Und was unterscheidet die Gerichte?

Alexa Kriege: Ich bin ja zum Glück nicht ganz allein in der Küche, sondern habe tolle Kolleginnen, denen es genauso viel Spaß macht wie mir, den Kochlöffel zu schwingen.

Wir bieten den SuS jeden Tag zwei Menüs an    ein fleischhaltiges sowie ein vegetarisches Menü. Ein Beilagensalat oder ein Dessert runden das Ganze ab. Zusätzlich halten wir jeden Tag einen sogenannten „Snack“ für den kleinen Hunger bereit. Dies können Suppen in Einklang mit der Jahreszeit sein oder aber auch eine Schale Milchreis oder der Teller mit leckerer Tomate-Mozzarella.

Wem diese Auswahl dann immer noch nicht genug erscheint, der kann sich über die Cafeteria einen leckeren großen Salatteller bestellen – wahlweise mit Schafskäse, Mozzarella oder gebratenem Hähnchenfilet

GOANews: Was wird alternativ in der Cafeteria angeboten, wenn die SuS keine Zeit für (oder keinen Appetit auf) eine größere Mahlzeit haben?

Alexa Kriege: Für diejenigen, die mittags nicht warm essen möchten, hält die Cafeteria – neben Salaten – eine Vielzahl an unterschiedlich belegten sowie unbelegten Backwaren bereit. Hier reicht die Auswahl von diversen mit Salami, Käse oder Pute belegten Körnerbrötchen (Sesam, Dinkel & Co) bis hin zum Bagel mit Schafskäse. Wir haben ein breites Angebot für (fast ;-)) alle Geschmäcker. Müsli und ein Quarkbecher mit frischem Obstsalat runden das Portfolio ab.

GOANews: Was genau wurde in der Cafeteria überhaupt geändert?

Alexa Kriege: Wir möchten durch eine attraktive Preisgestaltung mehr SuS dazu bewegen, sich gesund zu ernähren und haben daher alle frisch belegten Backwaren im Preis zum Teil sehr stark reduziert. Wir möchten ein reichhaltiges Frühstück bieten und haben dazu auch zahlreiche Vollkorn- und Korn-Produkte aufgenommen.

Auch der Salatteller zur Mittgaspause wurde durch weitere schmackhafte Varianten erweitert. Durch eine Vorbestellung der Salate bis 12.30 Uhr sind wir in der Lage, sowohl Salate mit Ei, Käsestreifen und Putenbrust anzubieten, als auch mit frisch gebratenem Hühnerfilet. Zudem haben wir eine „fast lane“ für Salatabholer eingerichtet, damit genügend Zeit zum ruhigen Essen bleibt.

Darüber hinaus haben wir das bisherige Angebot an Süßwaren überarbeitet und verzichten nicht nur auf große Tüten mit Gummibären & Co., sondern auch auf „Spangenkiller“ wie Maoam und Nappo.

GOANews: Nachhaltigkeit wird ja auch in den Schulen immer wichtiger und ein Teil Ihres neuen Konzeptes beruht auf eben diesem Prinzip. Könnten Sie uns dazu etwas mehr erzählen?

Alexa Kriege: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den wir uns viele Gedanken gemacht haben. So haben viele SuS schon bemerkt,  dass jegliches Plastik-Einweggeschirr komplett aus dem Sortiment verschwunden ist. Wir reichen das Müsli sowie den Quarkbecher in eigens dafür angeschafften schönen Glasbechern und –gläsern. Natürlich mit Metalllöffel ;-). Hier allerdings benötigen wir auch die Mithilfe der SuS. Nachhaltigkeit erreichen wir nur dann, wenn alle mitmachen und das benutze Geschirr auch zurückbringen. Das funktioniert leider noch nicht wirklich gut – die Gläser landen im Gebüsch oder werden vor den Klassenräumen stehen gelassen. Wir werden an dieser Stelle nicht zurückrudern, möchten aber am liebsten auf umständliche Pfandein- und -auszahlungen verzichten. So hoffen wir, dass den SuS und bewusst wird, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können.

Ebenso verzichten wir auf Zellophanbeutel für die belegten Backwaren. Stattdessen werden diese in Papiertütchen abgegeben.

Wir beziehen den Großteil unserer Backwaren über Café Reinhardt und auch unser Getränkelieferant wohnt „um die Ecke“. So vermeiden wir hier weite Anfahrten für die Belieferung.

GOANews: Gilt das für die Kantine und die Cafeteria?

Alexa Kriege: In der Küche haben wir bereits von Beginn an auf Plastik-Einweggeschirr verzichtet. Auch die Verpackungen, der aus der Küche heraus verkauften Frühstücksbrötchen, wurden und werden in Papiertütchen abgegeben.

Auch unser Lieferant der Lebensmittel achtet gerade bei Frischeprodukten wie Salat/Gemüse & Co. auf Produkte aus dem Umland. 

GOANews: Wie oft wiederholen sich ihre Gerichte? Und wie informieren Sie die Schüler darüber, welches Essen es tagesaktuell gibt?

Alexa Kriege: Wir haben etwa einen Turnus von 6 Wochen für die Gerichte, nehmen aber regelmäßig neue Ideen und Rezepte auf.

Bereits am Freitag jeder Woche werden in der Pausenhalle die Speisepläne für die kommende Woche ausgehängt. Es gibt mehrere Anlaufstellen, an denen die Schüler sie entdecken können: an den Eingangstüren, am schwarzen Brett. Herr Benecke ist so freundlich und übernimmt die Übertragung des Speiseplanes auf die Homepage der Schule….und von dort wandert der Speiseplan dann weiter und kann auch via der „GOA App“ eingesehen werden.

GOANews: Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns auf eine gesunde, nachhaltige und abwechslungsreiche Küche am GOA.

Alexa Kriege: Ich danke Ihnen!

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