Nach einigen Jahren Pause konnte sich das GOA wieder einmal im Tischtennis für das Bundesfinale der Schulmeisterschaften „Jugend trainiert für Berlin“ qualifizieren. Mit sieben Spielern der Jahrgänge 2003-2006, alle Vereinsspieler des TSV Sasel, fuhr das GOA-Team nach Berlin.

Für alle Teilnehmer des GOA war es das erste Bundesfinale. Entsprechend gespannt waren alle auf die fünf Tage Berlin, die nicht nur schulfreie Zeit, sondern auch jede Menge Wettkämpfe und schöne Erlebnisse in Berlin bieten sollte.

Die Anreise war am Dienstag. Die Tischtennisspieler aus allen Bundesländern übernachteten im Meininger-Hotel Hauptbahnhof, sehr zentral gelegen. Am Ankunftstag schlenderten wir etwas durch die nähere Umgebung, Kanzleramt, Reichstag und Brandenburger Tor. Wer in Berlin ist, sollte auf jeden Fall etwas von der großen Geschichte der Stadt mitnehmen. Das gehörte auch zu den nicht-sportlichen Zielen der Reise. Mit ausreichend Proviant für den nächsten Tag versorgen, bereiteten wir uns auf den ersten Wettkampftag vor.

Und der begann für die jüngeren Spieler mit Wecken um 6.00 Uhr, denn ab 8.00 Uhr wollten wir uns im Hans-Korber-Sportzentrum schon einspielen. Die 16 Bundesländer spielten in vier Vierer-Gruppen im System jeder gegen jeden gegeneinander. Daher standen am ersten Wettkampftag drei Gruppenspiele auf dem Programm. Gegen Titelfavoriten Hessen gab es eine 1:8-Klatsche, nur Fabian konnte ein Spiel gewinnen. Nicht so schlimm, dafür waren jetzt alle wachgeklatscht. Das nächste Spiel gegen Schleswig-Holstein konnten wir mit 7:2 für uns entscheiden. Jetzt fehlte noch ein Sieg, um in die obere Hälfte zu gelangen. Und dieser Sieg kann überzeugend gegen Sachsen, die wir mit 8:1 schlagen konnten. Das Tagesziel wurde 100%-ig erreicht, wir spielten um die Plätze 1-8, für so ein kleines Land wie Hamburg ist das schon ein toller Erfolg. Den langen Tag ließe wir noch ausklingen mit einem weiteren Berlin-Bummel, Ziel war das große Stehlenfeld des Holocaust-Mahnmals, wo die Spieler auch über die Geschehnisse der damaligen Zeit durchaus interessiert Informationen aufnahmen.

Auch der zweite Wettkampftag begann um 6.00 Uhr. An diesem Tag wurden die Platzierungsspiele durchgeführt. Das erste Spiel gegen Rheinland-Pfalz ging mit 2:5 verloren, hier wurde uns eine Doppelschwäche zum Verhängnis. Das zweite Platzierungsspiel gegen Baden-Württemberg war nicht viel besser, ging auch mit 2:5 verloren. Schade, Fabian und Lorenz verloren ihre beiden Einzel mit 2:3. Damit lagen die Hoffnungen des Tages auf dem letzten Spiel gegen Bayern. Nach ausgeglichenem Auftakt hatten auch hier unsere Gegner die Nase vorn, 3:5. Das sportliche Ziel mindestens eines Sieges am zweiten Tag erfüllte sich leider nicht, damit kam das GOA auf den 8. Platz von 16 Bundesländern.

Zum Trost entschädigten wir uns auf dem Rückweg noch mit einer typischen Berliner Currywurst mit Pommes vom Imbissstand. Etwas müde vom langen Tag gingen wir am Abend noch in die Aufführung der Blue Men Group, einer Show mit akustischen, optischen, artistischen und interaktiven Elementen mit dem Publikum, in der die Akteure ihr Publikum in den Bann ziehen, ohne ein einziges Wort zu sprechen.

Der Freitag war durch außersportliche Aktivitäten geprägt und der eigenen Freizeitgestaltung vorbehalten. Wir entschieden uns an diesem sonnigen Tag für einen Besuch im Berliner Zoo, der vom Team unerwartet intensiv genutzt wurde. Schön, dass unsere handyabhängige Jugend sich auch an ganz untechnischen Dingen wie einem Zoobesuch begeistern kann. Ein Tag ohne Currywurst ist in Berlin ein verlorener Tag, daher ging es nach einem Abstecher zur Gedächtniskirche und zum Breitscheidplatz zu unserem „Stammimbiss“ am Bahnhof Zoo, wo den meisten eine Portion nicht ausreichte und wir nachbestellen mussten. Danach fuhren wir zum historischen Bahnhof Friedrichstraße und besuchten spontan die Ausstellung „Tränenpalast Berlin“, wo das Team die Ereignisse der jüngeren Geschichte um den Mauerbau, die Trennung von Ost und West, die innerdeutsche Grenze und den Mauerfall in informativer Form nacherleben konnten. Auch hier zeigten die Teilnehmer erfreulich viel Interesse an den damaligen Ereignissen.

Am Abend ging es noch weiter zur zentrale Abschlussfeier mit den 3.000 Teilnehmern des Bundesfinales in sieben Sportarten, aus 16 Bundesländern und mehreren Altersklassen, wo die Sieger im Rahmen einer zweiständigen Sportshow geehrt wurden. Eine zweistündige Disco danach brachte noch einmal alle Teilnehmer in Bewegung, gegen Mitternacht ging es nach Hause. Samstag war der Abreisetag. Ein kleiner Bummel zum Schloss Bellevue vor der Heimfahrt ließ unseren Berlinbesuch ruhig ausklingen. „Schade, dass die Zeit schon vorüber ist“, so ein Teilnehmer. Zum Team GOA gehörten: Fabian Otto, Lorenz Meising, Emmanuel Tan, Bastian Marggraf, Theodor Willers, Mika Bomm und Marc Chen. Begleitet wurde die Fahrt von Peter Dietterle (TSV Sasel).

Fazit: Sportlich war es ein sehr schöner Erfolg der GOA-ner für Hamburg. Mit einem 8. Platz können wir sehr zufrieden sein. Im nächsten Jahr dürfen fünf der sechs Spieler noch in der Altersklasse spielen. Und dann heißt es hoffentlich wieder: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

P.D.

Mannschaftsfoto:

Das GOA-Team v.l.n.r.: Fabian Otto, Mika Bomm, Bastian Marggraf, Lorenz Meising, Theo Willers, Emmanuel Tan und Marc Chen

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