Hallo Schulgemeinschaft,

eigentlich bat mich die Newsletter-Redaktion einige Interview-Fragen zu meinem baldigen Abgang zu beantworten…gerne nächstes Mal…vielleicht.

In den letzten Wochen, seit Bekanntwerden der schulverwaltungstechnischen Veränderung, wurde ich immer wieder gefragt: Warum denn das Ganze eigentlich? Nun, nach vielen Jahren an der Dreiklang-Front (Lehrer, Schüler, Eltern), habe ich im GOAnischen Hause mittlerweile alles gesehen und gemacht, was man gesehen und gemacht haben kann. Vom Anschrauben von Klassenschildern, Unterrichtseinheiten auf höchsten pädagogischen Niveau (auch im Beisein der Schulinspektion), Aushilfs-Verkauf in der Cafeteria bis intensive Begleitung auf Klassenfahrten…natürlich abgesehen von den jährlich wiederkehrenden Routine-Dienstgeschäften. Dennoch setzt irgendwann die Erkenntnis ein: Das Schul-Universum ist endlich. Auch wenn es immer wieder von der Schulbehörde aufdoktrinierte Veränderungen gibt (nicht selten auch völlig sinnbefreit).
Die Zeit, sich auch während der Arbeitszeit mit anderen Thematiken auseinander zu setzen, ist gekommen.

Einer der Gründe, warum es überhaupt zum längeren Aufenthalt am Saseler Top-Bildungsinstitut kam, war sicherlich auch der Umgang mit den meist freundlichen Heranwachsenden, der doch für vieles entschädigt, was an unschönen Begleiterscheinungen (Arbeit) einherging. Auch die Fluktuation im stets verjüngten Lehrerkollegium haben sicherlich zur länger als geplanten Halbwertzeit beigetragen. Ein weiterer Aspekt für mich, doch noch das eine oder andere Jahr dranzuhängen, war die Sinnhaftigkeit der Arbeit. Man tut doch in den allermeisten Fällen etwas Sinnvolles. Jungen Menschen einen guten Bildungsabschluss zu ermöglichen und in diesem Getriebe eines der kleinen Stellräder anzuschieben, ist meinem Empfinden nach, sinnvoll. Positiv wird mir auch der gesamtschulische Zusammenhalt in Erinnerung bleiben, der auch die Einsatzbereitschaft vieler Lehrerinnen und Lehrer einschließt, die oftmals mehr tun, als sie tun müssten.

Darüber hinaus rekrutieren sich auch Teile meines Freundeskreises aus ehemaligen GOAnern, die auf diesem Wege der Schule gewollt oder ungewollt verbunden blieben 😉

Was nun Herr Benecke?!
Sollten Sie in Zukunft Fragen zu gewerberechtlichen Antworten oder eine superhippe Unternehmensidee haben, dann gehen Sie bitte nicht zu einer der zweifelhaften Gründershows im Privatfernsehen, sondern wenden Sie sich vertrauensvoll ans Gewerbeamt im Bezirk Hamburg-Mitte und treffen Sie mich ab dem 1. Juni dort.

Ich bedanke mich schon einmal vorab bei Ihnen und Euch für die vielen Jahre an der vordersten Informations-Front.

Die Uhr läuft.

Allet Jute

von Johann Benecke

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