Von Lukas Hufeld

Unsere Profilreise sollte uns nach Leipzig und Halle führen. Ziele, die anfangs nicht gerade für große Begeisterung und Vorfreude in unseren Reihen sorgte. In ein neues Bundesland, während die anderen Profile nach London, Dublin und Amsterdam fahren, beziehungsweise fliegen würden?! Die Messlatte unserer Erwartungen an die Reise war dementsprechend niedrig und so ging es dann auch am Montag, den 21. Mai 2012, ab in den Osten. In Leipzig wurden wir mit den diesjährig wärmsten Sonnenstrahlen begrüßt. Als wir uns dann auch noch in einem durchaus netten Hotel mit weiträumigen Zimmern wiederfanden, hatte bereits eine Heiterkeit unsere Seelen eingenommen, welche uns die Tatsache vergessen ließ, “nur“ in Deutschland beherbergt zu sein. Eine erste Erkundungstour durch Leipzig brachte uns die Erkenntnis, dass es auch in den öst-lichen Bundesländern durchaus attraktive Ecken gibt, und nach einem herzhaften Abendes-sen konnten wir den Abend in unserem Sinne ausklingen lassen. Am Tag darauf gab es dann die „offizielle Stadtführung“ – auf die Beine gestellt von werten Kolleginnen und Kollegen meines Tutoriums, die sich bereits vor der Reise mit bestimmten Themen auseinandersetzen mussten, um dann an den jeweiligen Orten kleine Referate zu halten. Ich konnte mich dieser unattraktiven Aufgabe entziehen und habe deshalb die Ehre, diesen Text zu schreiben. Zu sehen gab es u. a. das alte Rathaus, die überaus attraktive Universität Leipzig und das spektakuläre Völkerschlachtdenkmal. Wahrlich eines der Highlights, als sich uns dieser über 91 Meter große Denkmalkoloss auftat. Eine unbedingte Empfehlung meinerseits! Am Abend ging es dann in die „Kneipe & Kabarett Funzel“. Auch wenn sich uns trotz unserer umfänglichen PGW-Kenntnisse nicht jeder Witz offenbarte, so bot der Besuch doch einige Schmunzler. Dann mussten wir uns auch schon von Leipzig verabschieden. Einigen von uns fiel die Trennung von ihrem heißgeliebten Zimmer nicht leicht, aber alle blieben stark, und so machten wir uns wieder mit der Bahn auf den Weg nach Halle.

Gleiches Prozedere: Erst einmal die Stadt entdecken. Und ich weiß nicht, ob es an dem noch prächtigeren Wetter lag, aber Halle präsentierte sich als wunderschöne Stadt. Der prall gefüllte Marktplatz hatte eine Atmosphäre, welche man in Hamburgs Innenstadt vergebens sucht. Stadt top. Stimmung top. Jugendherberge semi-top. Schließlich näherte sich der Abend und als hätten wir nicht schon genug Kultur inhaliert, ging es ins „neue theater Halle“: Völkerschlachtdenkmal in ein Stück über das turbulente Leben der „Comedian Harmonists“. Und was soll ich sagen – es war sagenhaft. Tolle Lieder, Höhen, Tiefen und ein spektakuläres Finale mit Feuerwerk und Originalaufnahmen dieser ersten deutschen Boygroup. Der Höhepunkt schien erreicht und die ganze Gruppe war in Erwartung der Peripetie. Doch diese blieb aus. Ein Besuch beim MDR sollte unseren Ruf als “Medienprofil“ rechtfertigen, und auch dieses Ereignis stand seinem Vorgänger in nichts nach. Wir erhielten interessante Einblicke in das Innenleben eines Radiosenders und waren bei diversen Live-Aufnahmen dabei. Zugegebenermaßen musste die Spannungskurve dann wieder etwas fallen und wir tra-ten uns auf einem bestimmt sechsstündigen Rundgang durch Halle die Füße wund, inklusive Dom, Händel-Haus, Moritzburg, altehrwürdiger Martin-Luther-Universität und Marktkirche. Was für andere der reine Kulturschock gewesen wäre, sog das Medienprofil vom GOA auf, ohne auch nur ein einziges Mal zu maulen. Großes Lob an dieser Stelle an uns alle! Mit Live-Musik und gutem Essen klang der Tag in einer urigen Freiluftkneipe aus. Der Besuch in der Oper von Halle am darauffolgenden Tag setzte dem „I“ das Tüpfelchen auf. Eine Frau, wie sie sympathischer nicht hätte sein können, führte uns durch sämtliche Institutionen und wir konnten interessante Einblicke in die Welt des Showbiz gewinnen. Danach ging es schon wieder nach Hamburg. Ausgelaugt, aber durch die Bank glücklich und zufrieden, trafen wir zu Hause ein.

Fazit: Die Reise überragte unsere Messlatte um Ramos-Längen. Verantwortlich dafür sind allen voran unsere Tutoren Claudia Seeler und Christian Kroll, die es geschafft haben, ein solch abwechslungsreiches Programm zu kreieren, welches seines Gleichen sucht. An dieser Stelle vielen Dank für ihre Geheimtipps! Geblieben sind tolle Erinnerungen an ausflippende Mitschüler, die sensationelle Aufstiegsfeier des Halleschen FC, jede Menge ungesundes Essen und ganz viele Eindrücke zweier wirk-lich sehenswerter Städte.

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