Berichte: Berufspraktikum der neunten Klassen

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22. November 2019
Jugend debattiert
25. Februar 2020

Erfahrungsbericht über mein Praktikum bei Scholz & Friends 2020

Storyboard, Briefing, Illustration und Co. – alles Fachbegriffe, die in den letzten drei Wochen in meinem Alltag auftauchten.
Am 6. Januar 2020 startete für drei Wochen mein Berufspraktikum in der Werbeagentur Scholz & Friends. Direkt an meinem ersten Tag, als ich aufgeregt und gespannt im Atrium des modernen Bürogebäudes mitten in Altona stand, wurde ich herzlich und mit offenen Armen empfangen. Die ersten „Friends“, so nennen sich die Mitarbeiter bei Scholz & Friends, zeigten mir erstmal alles und führten mich durch alle Räumlichkeiten. Sowohl die Auszubildenden als auch die Senior Mitarbeiter haben mich willkommen geheißen. Nach der Führung durch die einzelnen Bereiche der Werbeagentur wurde ich zu meinem ganz persönlichen Arbeitsplatz gebracht. Dort stand bereits mein Willkommensgeschenk, das aus einem Jutebeutel, einem Notizbuch und ein paar Stiften bestand. Natürlich war alles in den Farben Gelb und Schwarz, den Farben der Agentur S & F. Zudem wurde mir für die drei Wochen ein eigener Laptop zur Verfügung gestellt.
Nach meinem ersten Tag in der Werbeagentur Scholz & Friends wusste ich bereits, dass das tolle und aufregende drei Wochen werden.
Mein „Arbeitstag“ begann immer um 10 Uhr. Jeden Tag kam etwas Unterschiedliches auf mich zu, wodurch mein Tag besonders spannend und aufregend war. Häufig durfte ich mit zu Meetings und Briefings mitgehen. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, saß ich an meinem Schreibtisch und recherchierte an meinem Laptop und machte mir Notizen zu einigen Themen. Gegen 13 Uhr hatte ich dann immer Mittagspause und konnte mein Essen in einer gemütlichen Lounge zu mir nehmen. Um 15 Uhr endete mein Arbeitstag und ich fuhr mit Bus und Bahn wieder nach Hause.
In der ersten Woche wurde mir Vieles gezeigt und ich hatte die Möglichkeit durch Gespräche und Interviews mit Mitarbeitern in die verschiedenen Bereiche „reinzuschnuppern“. Um die Werbeagentur näher kennenzulernen, habe ich über PowerPoint eine Präsentation über die unterschiedlichen Bereiche der Werbeagentur erstellt.
Insgesamt unterteilt man eine Werbeagentur in drei Bereiche: Die Beratung, die das Bindeglied zwischen Kunde und Agentur herstellt, die Kreation, worunter Texter, Art Buyer sowie Art-Director usw. stehen und die Strategie, die sich mit Marketing und Planning auseinandersetzt.
Des Weiteren hatte ich die Möglichkeit, bei einer Schnittabnahmne für den Werbespot von Almette dabei zu sein. Dabei habe ich gelernt, dass man auf Dinge wie Licht, Schatten, Farbe usw. achten muss. In der zweiten Woche bot sich mir die Gelegenheit für den gleichen Werbespot mit ins Tonstudio zu gehen und bei einer Sprachaufnahmne dabei zu sein.
Außerdem hatte ich die Chance bei einem Briefing mit dem Kunden Toppits teilzunehmen. Währenddessen wurde eine Präsentation abgespielt, die nachhaltige Produkte gezeigt hat. Bei einem solchen Briefing saßen an einem großen Konferenztisch der Kunde, zwei Mitarbeiter aus der Beratung sowie der Creative Director.
Mein dreiwöchiges Praktikum habe ich sehr genossen. Das lag nicht nur an den Aktivitäten, die ich unternommen habe, sondern auch an dem sehr entspannten und ruhigen Arbeitsklima und den netten Mitarbeitern. Mir haben die drei Wochen auf jeden Fall großen Spaß und viel Freude bereitet.
Meiner Meinung nach, eignet sich die Werbeagentur Scholz & Friends sehr gut als Schülerbetriebspraktikum.

Leonie Strelecki, 9b

Mein Praktikum in der Krippe

Ich habe mein drei wöchiges Sozialpraktikum in einer Krippe namens „Die kleinen Raben“ absolviert. Ich hatte sehr viel Spaß an dem Praktikum. Die Krippe ist Teil des Kindergartens „Rabenhorst“. Der Kindergarten und die Krippe gehören beide zu dem Kitaträger „Elbkinder“, welcher mit 187 Filialen der größte Hamburgs ist. Ich musste meistens um 9:30 Uhr anwesend sein und durfte um 15:30 Uhr gehen. Öfters musste ich aber auch eine halbe Stunde später oder früher da sein, da die Arbeitszeit für alle variierte. Ich hatte keine Pause, aber dafür nur 6 Stunden Arbeitszeit. Wenn ich angekommen bin, haben die 1-3-jährigen Kinder meistens gefrühstückt oder gespielt, also habe ich mich zu ihnen gesetzt und geholfen. Ich habe ihnen zum Beispiel etwas vorgelesen. Dann gab es Mittagessen, wobei ich zum Beispiel den Tisch gedeckt oder den Kindern Lätzchen angelegt habe. Nach dem Essen wurden 1-2 Stunden Mittagsschlaf eingelegt. Vorher habe ich geholfen, die Kleinen bettfertig zu machen und sie dann ins Bett gebracht. Die Mitarbeiter und ich haben die Kinder in den Schlaf gewogen oder gesungen. Als alle eingeschlafen waren und ich die Tische geputzt habe, hatte ich meistens solange „Pause“, bis das erste Kind wieder aufgewacht ist. Dann habe ich geholfen, die Kinder anzuziehen und die ersten Kinder wurden schon abgeholt. Es gab einen Snack und es wurde gespielt, manchmal sind wir auch auf das große Außengelände gegangen. Ich würde sagen, wenn man trotz schwierigen Situationen Ruhe bewahren kann und Spaß daran hat, mit kleinen Kindern zu spielen, ist das ein wirklich gutes Praktikum. Man sollte außerdem verantwortungsbewusst sein und gut mit Kindern umgehen können. Mir hat das Praktikum auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich kann es jedem empfehlen.

Johanna Marie von Rosenberg-Lipinsky

Praktikum im Kinderkrankenhaus

Im Rahmen meines dreiwöchigen Schulpraktikums habe ich mich dafür entschieden, mein Praktikum im Kinderkrankenhaus Altona in Hamburg Ottensen zu absolvieren. Dort war ich auf der Kinderorthopädischen Station tätig. Das Kinderkrankenhaus Altona ist auf den Fachbereich der Kinderorthopädie spezialisiert und dort befindet sich die größte und angesehenste kinderorthopädische Abteilung Deutschlands. Auf der Station habe ich während meiner Arbeitszeit von 08:00-16:00 Uhr einige Tätigkeiten ausgeführt. Zum einen habe ich einen Großteil der Zeit bei den Kinderkrankenschwestern hospitiert, um einen Eindruck vom Arbeitsalltag auf der Station zu gewinnen. Dabei konnte ich viele spannende Dinge beobachten, wie zum Beispiel die Überwachung und medizinische Versorgung eines Patienten, der kurz zuvor operiert wurde. Mir wurden auch eigene Aufgaben zugeteilt, die ich erfüllen sollte. Dazu gehörte zum Beispiel das Fieber- oder Blutdruck messen, Hilfestellung bei Blutabnahmen oder das Entfernen von Zugängen aus dem Arm des Patienten, über den ihm die Medikamente intravenös verabreicht wurden. Zudem habe ich den Krankenschwestern allgemein als Hilfskraft zur Seite gestanden.
Außerhalb der orthopädischen Station habe ich ebenfalls einen Einblick in den Operativen Bereich bekommen. Dort habe ich bei verschiedenen Operationen hospitiert und zum Beispiel eine Wachstumskorrektur des Beines mit angesehen. Während meines Praktikums im Kinderkrankenhaus habe ich viel im medizinischen Bereich gelernt und ebenfalls meine sozialen Kompetenzen verbessert, da ich den ganzen Tag mit vielen Menschen zusammengearbeitet habe und ebenfalls viel über den Umgang mit schwer kranken Menschen gelernt habe. Für mich war das Praktikum eine Bereicherung, da ich den Beruf als Ärztin für mich entdeckt habe und dies eine Perspektive für die Zukunft für mich darstellt. Zudem war es toll, den Menschen bei ihrer Arbeit zu helfen. Ich kann ein Praktikum im Altonaer Kinderkrankenhaus für Schüler empfehlen, die ein besonderes Interesse im Bereich Medizin oder Krankenpflege haben und gerne mit Menschen arbeiten. Diese sollten sich trotzdem darüber im Klaren sein, dass es Auswirkungen auf die eigene Psyche haben kann, sich den ganzen Tag in Kontakt mit kranken Menschen zu befinden. Deswegen ist vor Antritt des Praktikums ein psychologischer Test notwendig. Im Allgemeinen war dieses Praktikum eine gute Erfahrung und ist sehr empfehlenswert.

Marit Mensing

Drei Wochen Abwechslung zum Schulalltag – Meine Zeit in einer Redaktion

Einfach mal etwas anderes machen. Das wollte ich unbedingt tun. Und ich habe es nicht bereut.
Die drei Wochen des Betriebspraktikums der 9. Klasse habe ich im Wort & Bild Verlag in der Nähe von München (Baierbrunn) verbracht. Der Verlag wurde 1955 gegründet und verlegt mittlerweile acht verschiedene Zeitschriften rund ums Thema Gesundheit. Die bekannteste von ihnen ist die „Apotheken Umschau“, die einige von Euch sicherlich auch kennen.

Wo genau war ich?
Ich durfte verschiedene Abteilungen kennenlernen, wie zum Beispiel die Social-Media- oder die Grafik-Abteilung, aber die meiste Zeit war ich in der Redaktion des „Senioren Ratgeber“. Der Senioren Ratgeber ist ein Gesundheitsmagazin, welches sich an Leserinnen und Leser ab 60 Jahren richtet. Dementsprechend werden dort Themen wie häufig auftretende Krankheiten im Alter oder Fragen zum Thema Pflege abgedruckt. Das Heft hat eine monatliche Auflage von etwa 1,7 Millionen und ist somit das größte Magazin für Senioren deutschlandweit.

Wie sah mein Tag aus?
Jeden Morgen kam ich gegen 9 Uhr ins Büro und an manchen standen direkt Konferenzen an, in denen ich meine Gedanken und Ideen einbringen durfte. Es ging natürlich größtenteils um medizinische Themen, was ich sehr interessant fand und wo ich auch viel mitnehmen konnte. Danach habe ich Aufgaben zugeteilt bekommen, wie zum Beispiel die Kontaktaufnahme zu möglichen Interviewpartnern und das Führen des Interviews. Es war toll, selbst in die Rolle einer Journalistin zu „schlüpfen“ und einen kleinen Teil zum nächsten Heft beizutragen. Was mir jedoch am meisten Spaß gebracht hat, war das Schreiben von Texten einer Rubrik. Ich durfte selbst über den Inhalt der Texte entscheiden und meine Texte werden in den nächsten acht Ausgaben des „Senioren Ratgeber“ erscheinen. Diese kreative Zeit hat mir unglaublich viel Spaß gebracht.

Wenn Du nicht am Schreiben interessiert bist, kannst Du trotzdem super coole Sachen im Verlag machen. In der Social-Media-Abteilung durfte ich beispielsweise eigene Posts erstellen und hochladen. Und für die Kreativen unter Euch: In der Grafik konnte ich mit dabei sein, wie die verschiedenen Layouts für alle Hefte entstanden sind. Dabei müssen die Grafiker sich natürlich auch an ein paar Vorgaben halten, aber sie konnten trotzdem ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Infografik durfte ich eigene Illustrationen zeichnen und erstellen. Diese Illustrationen werden für alles mögliche verwendet, wie zum Beispiel, um komplizierte, medizinische Begriffe oder Themen zu erklären.

Was ich am Interessantesten fand, war die Entstehung der Magazinausgabe: Ich konnte über einen längeren Zeitraum die Entwicklung mitverfolgen. Am Anfang standen ausschließlich die Ideen, das Heft nahm mehr Gestalt an und am Ende konnte man eine fertige Zeitschrift in den Händen halten. Auch die gesamte Zusammenarbeit aller Abteilungen war erstaunlich spannend, denn alles musste genauestens abgesprochen und geplant werden.

Ich würde ein Praktikum in einer Redaktion jedem empfehlen, vor allem denjenigen unter euch, die am Journalismus und dem Verfassen von Texten interessiert sind. Man hatte viele Möglichkeiten auch selbst etwas zu erarbeiten und es ist nicht etwa ein Beruf, bei dem du durchgehend am Schreibtisch sitzen musst, auch wenn es nach außen hin manchmal so aussieht. Du musst Neugier, Kreativität, Empathie, Sprachgefühl und auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein mitbringen. Wenn du all dies besitzt und genau daran interessiert bist, machst Du mit einem Praktikum in einem Verlag gar nichts verkehrt!

Monya Bergmann

Mein Praktikum in der Logopädie

Drei Wochen in der logopädischen Praxis Blänsdorf sind vorbei. Drei Wochen, in denen ich die Möglichkeit hatte, interessante Menschen kennenzulernen, die mir in meinem alltäglichen Leben niemals begegnet wären. Drei Wochen voller spannender und abwechslungsreicher Gespräche und Lebensgeschichten. Drei Wochen, in denen ich erfahren durfte, wie erfüllend es ist, anderen zu helfen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen. Schon den Girls´ und Boys´ Day durfte ich bei Frau Blänsdorf verbringen. Aber dieses Mal habe ich noch vielfältigere Erfahrungen gesammelt, beispielsweise mit Patienten mit Down-Syndrom. Wie oft bin ich in meinem Alltag unzufrieden mit Anforderungen, die an mich gestellt werden. Vor meinem Praktikum war es für mich schwer vorstellbar, wie ein Gleichaltriger mit einer Behinderung seinen Alltag so selbstständig und zufrieden meistern kann. Meine neu gewonnenen Erfahrungen werden mir helfen, auf meine täglichen Herausforderungen zu reagieren.
So vielfältig die Patienten, so vielfältig waren auch meine Aufgaben. Beispielsweise konnte ich Anmeldebögen für zukünftige Patienten und Patientinnen vorbereiten und Gedichte für eine Patientin mit einem gelähmten Stimmband, das trainiert werden muss, auswählen. Auch bei den Spielen zum Üben einzelner Laute (z.B. Sch- und S-Laute), die mit Kindern im Alter von 3-6 Jahren gespielt werden, durfte ich mitmachen und die so unterschiedlichen Patienten näher kennenlernen. Und auch Therapiestunden ohne logopädische Spiele zu begleiten, war sehr interessant. Gerade in solchen Sitzungen habe ich erfahren und erkannt, wie wichtig die Sprache, das Sprechen und somit die Kommunikation für unser alltägliches Leben sind. Nach einem Schlaganfall verlieren einige der Betroffenen einen Teil ihres Wortschatzes und das Lesen und Schreiben fällt ihnen schwer. Es war toll die Erfahrung zu machen, mit einer dieser Schlaganfall-Patienten Übungen zu gegensätzlichen Wörtern („trocken“ und „nass“) zu machen, um den vergessenen Wortschatz wieder „zurückzugewinnen“.

Ein Praktikum dient auch immer dazu, für die eigene Berufswahl Entscheidungen zu treffen. Diese drei Wochen haben mir viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel dazugelernt, doch es wäre verfrüht zu sagen, ich werde in jedem Fall Logopädin. Allerdings ist es ganz gewiss ein interessanter und erfüllender Beruf. Ob es mein Beruf wird, zeigt sich nach meinem Schulabschluss.

Sophia Varughese

Mein Praktikum in Klasse 9: Mit eigener Schlüsselkarte durch alle Türen

Wie ich in der Mediaagentur OMD in die Arbeitswelt hinein schnuppern konnte

In meinem dreiwöchigen Praktikum bei der Agentur OMD (Optimum Media Direction) in der Abteilung OMG (Omnicom Media Group) in der Innenstadt Hamburgs (Landungsbrücken) habe ich erwartet, dass ich Aufgaben bekomme, die am Computer zu erfüllen sind, und dass ich zu Meetings mitgehen kann sowie die anderen Abteilungen kennenlerne.

Die OMD ist eine Media- und Managementagentur für Kunden, wie z.B. Müller, Disney oder Barclaycard. Eine Mediaagentur ist für die Platzierung und den Einkauf von Werbeplätzen in den verschiedenen Medien, wie z.B. Radio, TV, Print etc. zuständig. Die OMD, ist in Deutschland in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Köln und Ludwigsburg vertreten. Sie alle bilden die OMD Germany.

Nach der Schule gibt es verschiedene Möglichkeiten bei der OMD Germany anzufangen. Einerseits kann man eine Ausbildung in der OMD machen, dazu besucht man zweimal die Woche die Berufsschule, die restliche Zeit arbeitet man in der Firma. Die zweite Möglichkeit ist ein duales Studium. Das ist in Blöcke á drei Monate aufgeteilt, also drei Monate praktische Arbeit in der Firma und drei Monate theoretisches Studium an der Universität. Das Studium dauert drei Jahre und die Ausbildung zwei bis zweieinhalb Jahre. Ich persönlich wäre, durch meine Zeit hier bei der OMG, an einem Studium für Media- und Managementcommunication interessiert. Durch meine Zeit in der OMD habe ich vieles gelernt.

Am ersten Tag wurde ich mit Arbeitsmaterial (Laptop, Schlüsselkarte) ausgestattet, herzlich aufgenommen und in Präsentationen genauer über den Beruf informiert. In den Tagen wurden mir verschiedene Aufgaben übertragen, z.B. habe ich eine Strukturanalyse erstellt und für einen Kunden die Ausgaben der Konkurrenten für Werbung in den verschiedenen Medien pro Monat in eine Tabelle eingetragen.

In meiner zweiten Woche bei der OMD habe ich nahezu alle 19. Stockwerke gesehen und erkundet. Von Print, Radio, TV bis zu der HR (Human Resources) Abteilung und weiteren spannenden Abteilungen. Ich habe mehr über neue Kunden und Kampagnen erfahren, sowie auch einige Methoden der Media Strategie kennengelernt. Ich habe außerdem mehrere Mitarbeiter von Ströer, einer Gruppe von Vermarktern für Außenwerbeplätze getroffen. Außerdem durfte ich die Print Abteilung erkunden und habe dort erfahren, dass die Verkaufszahlen so stark zurückgehen, dass möglichweise Print in zwanzig Jahren so schon nicht mehr existiert. Das heißt, dass es keine Zeitungen und Zeitschriften mehr geben könnte. Das hat mich schockiert. Auch für die Werbung wäre es schlimm, weil die Menschen laut Statistiken dem getippten und auf Papier gedruckten Wort mehr Glauben schenken, als dem, was im Internet steht.

Eine große Aufgabe habe ich für den Kunden Barclaycard übernehmen dürfen. Ich habe Daten für eine PowerPoint Präsentation zusammengesucht, einen Mittelwert errechnet und in die verschiedenen Graphen eingetragen. Die Daten kamen aus einer Kundenbefragung bei verschiedenen Banken.

Zwei Termine, die mich besonders beeindruckt haben, waren zum einen das sogenannte OMD Update und zwei Meetings im Google Haus. Bei dem OMD Update wurde viel über das vergangene Jahr gesprochen und die neue CEO Germany, Susanne Grundmann, vorgestellt. Bei dem Besuch im Google Haus konnte ich an zwei internationalen Meetings teilnehmen. Per Video wurden externe Mitarbeiter aus dem Vereinigten Königreich und den USA zugeschaltet. Das war unglaublich spannend für mich.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir meine Zeit bei der OMD sehr gut gefallen hat. Ich überlege, ob ich zuerst hier ein duales Studium mache und mich dann auch bei der OMD bewerbe. Am liebsten würde ich im Client Service, also in der Kundenberatung arbeiten, weil die Mitarbeiter dort den meisten persönlichen Kontakt zu den Kunden haben. Alle in der Abteilung reden sehr entspannt miteinander und sind immer freundlich. Es lohnt sich bei der OMD ein Praktikum zu machen, weil man in den drei Wochen die komplette Basis des Berufes kennenlernt und man zu Meetings, wie auch zu Kundenterminen mitgenommen wird. Das geht bestimmt nicht bei jeder Mediaagentur.

Hannah Ahles

Praktikumsbricht – AIRBUS

Nicht viele Leute bekommen die Möglichkeit ein Praktikum bei Airbus zu machen, denn die Plätze sind immer ziemlich schnell ziemlich vergeben. Zu meinem Glück habe ich einen bekommen und konnte mein dreiwöchiges Praktikum beginnen. Ich entschied mich, um möglichst viel von dem riesigen Unternehmen mitzubekommen, mein Praktikum innerhalb des Unternehmens in drei verschiedenen Bereichen zu absolvieren. Und das war auch sinnvoll, denn bei einem Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern alleine in Hamburg, spielen so viele Bereiche und Faktoren zusammen, dass es im Prinzip fast gar nicht auffallen würde, wenn jemand einen Fehler macht. Letztenlich entschied ich mich für die Bereiche Einkauf, Endmontage und Customer Definition Center. Mein Tagesablauf war wöchentlich unterschiedlich. Was alle Praktika gemeinsam hatten war, dass ich schon sehr früh gegen halb sechs aufstehen musste, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. In der ersten Woche hat mein Tag erstmal mit einem Kaffee gegen die Müdigkeit begonnen. Bis 12 Uhr machte ich mich dann an die Arbeit bzw. guckte den Kollegen bei der Arbeit zu. Ich durfte ab und zu mit dem Programm namens Click´ n Buy arbeiten, Mails schreiben oder Dokumente unterschreiben. Anschließend aßen wir alle zusammen Mittag. Gegen 16 Uhr hatte ich Feierabend und ging nach Hause. In der zweiten Woche, die deutlich interessanter war, war meine Aufgabe mithilfe von Kollegen die Flugzeugsysteme zu checken. Dafür nutzten wir ein spezielles Programm. Es war auf jeden Fall eine neue Erfahrung für mich mal zu gucken, wie ein Flugzeug von Anfang bis Ende zusammengebaut wird. Für die dritte Woche entschied ich mich ins Customer Definition Center zu gehen, wo die Kunden ihre Kabinen definieren konnten. Hierbei habe ich festgestellt, dass dieser Bereich, wie eine eigene kleine Firma funktioniert.

Insgesamt war das Praktikum sehr interessant, weil man mal erlebt hat, wie es in einer so großen Aktiengesellschaft hinter den Kulissen abläuft. Was mir am wenigsten gefallen hat, war meine erste Woche im Einkauf, da ich dort hauptsächlich im Büro gesessen und Mails verfasst habe. Trotzdem würde ich Airbus auf jeden Fall für ein Schülerpraktikum weiterempfehlen.

Lennart Deiter

“Das Schülerpraktikum hat mir sehr viel Spaß bereitet und meine Erwartungen wurden übertroffen.”

Zu Beginn des neuen Jahres erhielt ich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Bereich der Versorgungsforschung die Chance, ein Schülerpraktikum zu absolvieren.
Ich erhoffte mir von meinem Schülerpraktikum in der Arbeitsgruppe Psychoonkologie, einige Einblicke in den Arbeitsalltag eines Psychologen erhalten zu können. Die Psychoonkologie befasst sich vor allem mit den psychologischen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung (Verhaltensforschung Krebserkrankter und deren Angehörigen). Gleich am ersten Tag durfte ich den für mich zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiter (Dipl. Psychologe) bei seinen Besprechungen begleiten. In diesen lernte ich bereits einen großen Teil der Arbeitsgruppe und deren Themenschwerpunkte kennen. Die Mitarbeiter waren alle sehr nett und freundlich zu mir und haben mich überall mit eingebunden. So durfte ich beispielsweise an einigen sehr spannenden und informativen Seminaren und Veranstaltungen für Medizin- und Psychologiestudenten (Thema Stress und Erkrankung) teilnehmen. Auch im weiteren Verlauf meines Praktikums habe ich bei Lehrveranstaltungen immer wieder mein psychologisches Wissen erweitern können. Das ein oder andere Mal musste ich sogar mutig sein und mich als Simulationspatientin schauspielerisch unter Beweis stellen. Während der drei Wochen habe ich außerdem einen Interviewbogen nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt, die Befragungen mit den Mitarbeitern durchgeführt, danach die Mitschnitte transkribiert und abschließend ausgewertet. Dabei habe ich die einzelnen Funktionen, Haupttätigkeiten sowie das für sie reizvollste an ihrem Beruf herausgefunden. Zu einer der wichtigsten Aufgaben in der Versorgungsforschung gehört zudem die Recherchearbeit. Hier hatte ich immer wieder die Möglichkeit, eigenständig zu verschiedenen Themen mit speziellen Suchmaschinen, wie z.B. Google Scholar, aber auch in Fachbüchern zu recherchieren. Die Ergebnisse, so wie Fragen habe ich anschließend mit meinem Praktikumsbegleiter besprochen, beziehungsweise geklärt.
Während der drei Wochen konnte ich mir viele neue Einblicke in das Berufsbild des klinischen Psychologen verschaffen. Das Schülerpraktikum hat mir sehr viel Spaß bereitet und meine Erwartungen wurden übertroffen.

Emily Kuse