Der GAPP-Austausch 2019/2020

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Das Leben in den Gastfamilien

Und da lag sie vor uns. Die letzte Tür, die uns von unseren Gastfamilien trennte, bei denen wir für drei Wochen leben würden. Es war der einzige Moment, bei dem ich kurz umdrehen wollte, um den Flieger zurück nach Deutschland zu nehmen. Doch als die Tür aufschwang und die Gesichter unser Austauschpartner und Partnerinnen zum Vorschein brachte, die in freudiger Erwartung Schilder wie „Willkommen in Amerika!“ hochhielten, war der Gedanke verflogen. Generell gab es keinen Moment danach, an dem ich Heimweh bekam, sondern es war eher das Fernweh nach Melrose, was mich nach dem Rückflug zu Hause in Hamburg plagte.

Unser erstes Wochenende in Massachusetts war zunächst ein verlängertes. Wir waren dementsprechend sofort sehr intensiv in den Familien und auch schnell ans Englische gewöhnt. Ich hatte das Gefühl, als würde ich meine Gastfamilie und meinen Austauschpartner schon lange kennen, denn ich habe mich direkt wohlgefühlt.

Als wir schließlich an unserem ersten Schultag zu Schule gingen, wurden wir sehr nett von der Middle sowie der High School empfangen. An diesem Tag durften wir unsere Austauschpartner begleiten und miterleben, was es bedeutet, keine Pausen zwischen den Stunden zu haben. Obwohl es eine Umstellung war, war es sehr interessant, den amerikanischen Stundenplan zu erleben, wozu wir innerhalb der drei Wochen mehrmals die Chance hatten.

Innerhalb der drei Wochen in Melrose sind einem viele Dinge bewusst geworden, die die USA von Deutschland unterscheiden. Obwohl man vieles schon aus Erzählungen kannte, wie zum Beispiel die Freundlichkeit der Amerikaner oder das viele reichhaltige Essen, gab es doch einige neue Erlebnisse. Da wir im Oktober da waren, durften wir den Halloween-Monat und auch den 31.Oktober direkt miterleben, welcher in den USA viel größer gefeiert wird. Jedes Haus hatte beispielsweise seine eigene Dekoration und an Halloween selber kamen viele Schüler verkleidet zur Schule. Außerdem wurde die Hauptstraße in Melrose gesperrt, damit die kleineren Kinder sicher nach Süßem oder Sauren fragen konnten. Insgesamt war es schön und bereichernd, so viel Neues kennenzulernen.

Auch an den Wochenenden gab es viel zu erleben. Viele hatten die Möglichkeit, mit ihren Gastfamilien Ausflüge nach Boston, New Hampshire oder ans Meer zu unternehmen oder mit ein paar Amerikanern und Deutschen einen Freizeitpark zu besuchen. Zusätzlich zu den Erlebnissen war es aber auch schön, Teil des Familienalltags zu sein und Teil der Gastfamilie zu sein.

Ein besonderes Highlight war definitiv das Football Game, zu dem wir als GAPP-Gruppe eingeladen wurden. Es war eine tolle Erfahrung, zwischen den anderen Schülern der Melrose High School beim Spiel mitzufiebern, auch wenn es anfangs schwierig war, den vielen Regeln zu folgen. Die Cheerleader und die Marching Band machten das „High-School-Feeling“ komplett.

Über die drei Wochen sind mir Melrose und meine Gastfamilie sehr stark ans Herz gewachsen. Es war schwer, sich von dieser Zeit zu verabschieden und zurück in den Flieger nach Deutschland zu steigen, um zum Alltag zurückzukehren. Ich denke, ich spreche für die gesamte deutsche Gruppe, wenn ich sage, dass es wunderschöne drei Wochen waren!

(Franziska Commentz, 10b)

Unsere Ausflüge

Während unsere Austauschpartner in der Schule waren, machten wir meistens Ausflüge. Da wir ganz in der Nähe von Boston lebten, eine Metropole, die besonders geschichtlich viel zu bieten hat, statteten wir der Hauptstadt von Massachusetts insgesamt fünfmal einen Besuch ab. Unser erster Ausflug war gleich ziemlich überwältigend. Wir gingen in das Prudential Center, das auch ein luxuriöses Einkaufszentrum beherbergt und besuchten dort im 50. Stockwerk den Tower, der auch ein luxuriöses Einkaufszentrum beherbergt und besuchten dort den sogenannten Skywalk , der uns eine fantastische Sicht auf die gesamte Stadt ermöglichte. Außerdem auf der Etage zu finden: das Dreams of Freedom-Museum, das das Thema Einwanderung in die Vereinigten Staaten im Laufe der Geschichte thematisiert. An diesem Tag entstanden nicht nur beeindruckende Fotos, wir bekamen auch erste Einblicke in die Geschichte Amerikas, die wir in den nächsten Wochen noch bedeutend vertiefen sollten.  Die nächste Woche begannen wir aber erst einmal damit, das Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT kennenzulernen. Wir hatten eine Studentin als Guide und bekamen so interessante Einblicke in das Leben und Lernen an einer Uni, bei der ein Semester 35.000 $ kostet. Unsere erste Stadtführung durch Boston hatten wir in einem sogenannten Duck Boat. Diese Fahrzeuge sind Auto und Schiff zugleich, sahen aus wie eine Ente und wenn wir einem anderen Duck Boat begegnet sind, sollten wir alle ganz laut quaken.  Außerdem besuchten wir das Tea Party Museum, das von der   Unabhängigkeit Amerikas von England erzählt. Diese Geschichte begann nämlich in Boston.  Geschichtlich hatten wir zu diesem Zeitpunkt inzwischen schon ganz schön viel gelernt, was auch den Seminaren zu verdanken ist, die einige Lehrer der Melrose High oder Middle School uns gaben. Hier erzählten sie nur für uns deutsche Schüler etwas über amerikanische Geschichte oder z.B. Lyrik.  Durch diese historischen Hintergründe hatten wir nun keine Probleme die Tour über den Freedom Trail zu verstehen. Dies ist eine Linie im Boden, die viele geschichtlich bedeutende Ereignisse miteinander verbindet. Der Führer war verkleidet und hat uns alle begeistert. Auch Fenway Park, eines der ältesten amerikanischen Baseballstadien, war sehr beeindruckend und hat auch unsere Gastfamilien neugierig gemacht. Neben unseren Ausflügen nach Boston waren wir noch in Salem, der Halloween-Metropole Schlechthin, und Plymouth Plantation.  Salem ist eine kleine Stadt, die für ihre Rolle in der Geschichte der Hexenverbrennung bekannt ist und so besuchten wir ein Museum zur Hexenverbrennung und machten eine Tour, bei der uns allerlei Spukgeschichten erzählt wurden.  Ich hatte das Gefühl, mehr noch als Salem hat Plymouth Plantation viele beeindruckt. Hierbei
handelt es sich um den Nachbau der ersten englischen Siedlung. In den Häusern sind Schauspieler, die sich mit dir unterhalten und dir so immer wieder Interessantes über ihr Leben, über die damalige politische Lage in Europa oder ihre Reise nach Amerika erzählen. Außerdem gab es dort eine ebenfalls nachgebildete indianische Siedlung. Wir konnten in die Zelte gehen und uns mit Schauspielern unterhalten, haben indianische Puppen gesehen oder konnten beim Bootsbau zuschauen, bei dem ein langer Baumstamm mit Feuer ausgehöhlt wurde. Als wir dann alle durchfroren zurück zum Haupthaus kamen, konnten wir noch einen indianischen Auflauf essen. Unsere Ausflüge bildeten neben dem Leben in der Gastfamilie einen wesentlichen Teil des Austausches und wir haben nicht nur viel gelernt, sondern auch viel Spaß gehabt.

(Tale Benedix, 10d)

Der Ausflug nach New York

Um 4 Uhr morgens begann das Abenteuer. Mit Kissen und Kameras bepackt trafen wir uns vor der High School und fuhren müde, aber mit viel Vorfreude nach New York. Nach der mehrstündigen Fahrt wurden wir im Central Park abgesetzt. Von dort aus begann unsere Sightseeing Tour durch den Central Park, die 5th Avenue mit der St. Patrick´s Cathedral entlang zum Rockefeller Center. Wir bekamen dort Zeit um einkaufen zu gehen, etwas zu Essen oder vom Top of the Rock die ganze Stadt zu bestaunen. Beim Times Square gab es weitere Freizeit, um in den vielen Läden Souvenirs zu besorgen. Weitere Stops waren das World Trade Center, 9/11 Memorial, Highline Park mit Sicht auf Hudson Yard und natürlich die Freiheitsstatue, die wir bei einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachten konnten. Wir sind mehr als 23 Kilometer gelaufen, dementsprechend müde waren wir, trotzdem haben wir einen schönen Eindruck von der beeindruckenden Stadt bekommen.
Der Bus holte uns abends ab und nach einer weiteren Fahrt waren wir wieder bei unseren Gastfamilien.
Wir fuhren mit sehr vielen neuen Eindrücken, Erinnerungen und Bildern zurück. Der New York
Ausflug war für viele das Highlight unserer Reise.

(Larissa Möller, 10b)