Wer druckt das Geld und entscheidet, wie viel und wann gedruckt wird?

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Im Alltag benutzen wir es andauernd: Im Supermarkt, um ein Taxi nach Hause zu nehmen oder um sich das Mittagessen in der Schule zu kaufen. Wir bezahlen in Form von Kartenzahlung oder mit Bargeld. Millionen Scheine und Münzen werden täglich unter den Menschen gewechselt. Nicht nur Erwachsene benutzen es ständig, auch wir Kinder bekommen es oft wöchentlich oder monatlich als Taschengeld von den Eltern oder auch als einen Zuschuss für eine gute Note von den Großeltern. Doch wo kommt das Geld eigentlich her?

Geld wird in Gelddruckereien gedruckt, aber nur von welchen, die das Notenmonopol erhalten haben. Diese Banken müssen sich aber trotzdem an die Vorgaben und Entwürfe für die Geldscheine halten. Bei den Gelddruckereien sind strenge Sicherheitsmaßnahmen nötig, damit keine Fälscher an Informationen gelangen können. Außerdem werden die Geldscheine, damit sie schwer zu fälschen sind, mit besonderem Baumwollpapier gedruckt. Dieses wird mit dem Wasserzeichen bestellt, welches in Frankreich erstellt wird. Danach werden die Geldscheine mit einem Folienstreifen, der ein Satellitenhologramm enthält, bedruckt. Dann wird mithilfe von Spezialfarbe, die nicht käuflich ist, gefärbt. Geldscheine, die unsauber oder fehlerhaft gedruckt worden sind, werden mit dem Sondermüll entsorgt. Nachdem Geld gedruckt wurde, geben die Zentralbanken es anschließend weiter zu den Geschäftsbanken. Die Geschäftsbanken händigen es uns dann aus. Eine Geschäftsbank kann zwar kein Geld drucken, aber trotzdem auch welches schaffen; dieses nennt man Buchgeld. Dieses Geld
gibt es aber gar nicht als Hardware, das wird nur zu Hardware, also real, wenn der Kunde es Bar ausgezahlt haben möchte.

Bei Münzen ist das anders: Nur die Bundeszentralbank hat das Münzregal. Das Besondere hierbei ist, dass die Münze eigentlich weniger wert sind, als draufsteht. Die   Bundeszentralbank verkauft sie aber trotzdem so teuer wie drauf steht, um damit Umsatz zu schaffen. Am Ende eines Jahres wird dieser gesamte Umsatz an den Staat gezahlt. So kommt es der Allgemeinheit zu Gute. 🙂

Geld wird aber nur gedruckt, wenn es ausgetauscht werden muss, denn sonst würde die Inflation drohen.. Um dies zu verhindern versucht Deutschland die Inflationsrate bei ca.
2 % zu halten.

Glossar

Virtuelles, also das Geld mit welchem wir mit der Karte bezahlen, können aber auch Geschäftsbanken ohne Notenmonopol schaffen. Dieses Geld wird Buchgeld genannt und entsteht
meist durch Kauf oder Verkauf von Gold, Immobilien oder Aktien. Buchgeld, also das welches auf der EC-Karte ist, wird dafür von dem Konto des Bänkers auf das Konto des Kunden gebucht.

Eine Inflation entsteht, wenn zu viel Geld im Umlauf ist. Dann verliert das Geld an Wert und die Preise steigen, dies wirkt sich dann negativ auf die Bevölkerung aus. In Deutschland gab es bereits eine Inflation. Diese entstand von 1914–1923, aufgrund der Finanzierung des ersten Weltkrieges. Hierbei hatte die Deutsche Mark schon mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.
Inflation geschieht leider oft in ärmeren, in Südamerika liegenden, Ländern. Momentan ist in Venezuela eine sehr starke Inflation.

Das Münzregal ist die Berechtigung, Münzen herzustellen. In Deutschland hat nur die Bundes Zentralbank dieses Recht.

Das Notenmonopol ist die Berechtigung Geldscheine zu drucken. In Deutschland haben das Notenmonopol nur die Zentralbanken und die Bundeszentralbank.

Die Anlagen sind streng bewacht und gesichert. Das große Gebäude ist von Stacheldrat umgeben und die Fenster und Türen dürfen nicht zu sehen sein. Das gesamte Gelände ist von Kameras bewacht und hohe Zäune umgeben das Druckergebäude vollständig. Vor allem die Standorte der Maschinen müssen unbekannt bleiben. Die Mitarbeiter einer Gelddruckerei müssen sehr vertrauenswürdig sein. Außerdem schließen Sie einen Vertrag ab, in dem sie versprechen, keine sensiblen Informationen weiter zu geben. Mitarbeiter dürfen nicht gefilmt oder fotografiert werden, so dass sie nicht identifizierbar sind und nicht bedroht werden können.

Der Umsatz ist die Summe aller Einnahmen einer Periode. Beispiel: Ein Uhrenverkäufer verkauft am Tag drei Uhren, die je 100 € kosten. Das bedeutet, dass er pro Tag 300 € Umsatz schafft.

Die Vorgaben und Entwürfe für die Geldscheine werden von der europäischen Zentralbank vorgegeben. Auf solchen Geldscheinen sind meist bekannte Bauwerke oder Personen abgebildet.

Außer meiner Frage hat mich noch interessiert wie meine Mitmenschen lieber bezahlen. So habe ich insgesamt drei Umfragen in unterschiedlichen Altersgruppen mithilfe einer Online-
Plattform durchgeführt. Die erste wurde von Jugendlichen, die zweite von Erwachsenen bis zu 59 Jahren und die dritte von Erwachsenen ab 60 Jahren durchgeführt.
Die erste Umfrage hat ergeben, dass nur 33,3 % von Kinder zwischen 12 und 18 Jahren eine EC-Karte besitzen, mit der sie bezahlen können. Trotzdem haben 75 % der Altersstufe eine Möglichkeit, auf anderen Wegen bargeldlos zu bezahlen (z.B. PayPal). Trotz einem so hohen Anteil an der Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen, bezahlen 85,7% lieber mit Bargeld. Hierbei wurden ca. 25 Leute zwischen März und April befragt.

Auf die Frage warum lieber mit Bargeld oder bargeldlos bezahlt wird, gab es Antworten wie:

  • Lieber mit Bargeld85%
  • Weil bargeldlose Bezahlung aufwendiger ist, praktisch.
  • Daher man nicht weiß wie viel abgerechnet wird.
  • Direkter Weg, keine Schwierigkeiten bei Bezahlung
  • Gefühl, wie viel etwas kostet.
  • Ist einfach, man muss sich keinen Code merken.
  • Lieber bargeldlos14%
  • Weil es entspannter ist und man nur sein Handy braucht, um zu bezahlen, anstatt das Portmonaie mitzunehmen.
  • Dauert nicht so lange, ist zuverlässig.
  • Praktisch
  • Keine Probleme (z.B. zu wenig Bargeld)

Die zweite hat ergeben, dass 100 % von Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren eine EC-Karte besitzen, mit der sie bezahlen können. Alle (100 %) der Altersstufe haben auch eine Möglichkeit, auf anderen Wegen bargeldlos zu bezahlen (z.B. PayPal). 66,7 % zahlen lieber bargeldlos als mit Bargeld. Hierbei wurden ca. 25 Leute zwischen April und Mai befragt.

Auf die Frage warum lieber mit Bargeld oder bargeldlos bezahlt wird, gab es Antworten wie:

  • Lieber mit Bargeld33%
  • Kontrolle, weniger Missbrauch möglich
  • Ich mag es nicht, wenn InsRtuRonen von anderen
    gesehen werden können. Das ist wie einen Spion ins
    Haus zu lassen.
  • Lieber bargeldlos66%
  • Unkompliziert, sicher, einfach
  • Einfach, praktisch
  • Einfach, schnell, kontaktlos, bequem. Am liebsten mit ApplePay, denn mein Smartphone habe ich immer dabei.
  • Super, praktisch, unkompliziert. Habe nicht gerne so viel Bargeld bei mir.
  • Belege über Ausgaben, kann nicht verloren oder geklaut werden
  • Kein Bankautomat nötig,

Die dritte Umfrage hat ergeben, dass Erwachsene ab 60 Jahren zu 100 % eine EC-Karte besitzen. Jedoch haben nur 66,7 % die Möglichkeit auf anderen wegen bargeldlos zu bezahlen (z. B. mit PayPal). Trotz der Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen sagen 66,7 %, dass sie lieber mit Bargeld bezahlen. Hierbei wurden ca. 10 Leute zwischen April und Mai befragt.

Auf die Frage warum lieber mit Bargeld oder bargeldlos bezahlt wird, gab es Antworten wie:

  • Lieber mit Bargeld66%
  • Bessere Übersicht und anonym
  • Lieber bargeldlos33%
  • Schneller und virenlos
  • Aufgrund von Covid-19

Kai Mieke Frank, 8b

https://www.google.de/amp/s/mobil.stern.de/amp/wirtschaft/news/bargeld–hier-werdengeldscheine-gedruckt—hinter-den-kulissen-einer-druckerei-8728618.html

https://www.finanzfrage.net/frage/wer-bestimmt-den-geld-druck

https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/erklaer-mir-diewelt-24-warum-wird-nicht-mehr-geld-gedruckt-1382527.amp.html

https://erhebung.de