Jährlich besuchen fast 50 Millionen Besucher die weltweit bekannte Metropole und in der Woche vom 04. bis zum 08. Mai waren wir 25 von ihnen.
Ganz unerwartet für die Deutsche Bahn fuhren wir, der Französischkurs 9, pünktlich frühmorgens am Hamburger Hauptbahnhof los. Nach einem kurzen Halt in Frankfurt ging es für uns weiter mit dem TGV, der uns am späten Nachmittag am Ostbahnhof von Paris absetzte. Danach kämpften Frau Schäfers und Frau Bremer etwas mit dem Fahrkartenautomaten, aber um kurz vor sieben stiegen wir dann alle erschöpft vom Tag in die Metro. Vollgepackt mit Einkäufen, die wir vorher noch besorgt hatten, und unserem Gepäck konnten wir dann abends in unsere Zimmer verschwinden und versuchen, etwas Schlaf für den nächsten Tag zu tanken.
Für den ersten richtigen Tag in Paris stand so einiges an. Wir trafen uns freudig und mit der norddeutschen Wetterausrüstung, mit unserer Stadtführerin, welche uns dann zwei Stunden die Innenstadt von Paris zeigte. Unter anderem waren die kleinen Cafés und Geschäfte sehr ansprechend und waren gute Motive für das eine oder andere Foto. Auch bekamen wir unter anderem die Kirche Saint-Séverin zu sehen, welche eine verzaubernde Atmosphäre ausstrahlte.
Als wir die kleinen Gassen hinter uns gelassen hatten und Notre-Dame zu Gesicht bekamen, blieb dieses Gefühl des Zaubers nicht zurück. Wie bei jedem Hotspot war es brechend voll, aber viele hielt das am Ende der Führung nicht zurück und so besuchten auch sie das Innere der Kathedrale. Danach hatten wir Freizeit und viele nutzten diese, um durch die Stadt zu bummeln, in einem der Restaurants Essen zu gehen oder sich im Hotel für den Abend fertig zu machen. Abends fuhren wir im leichten Nieselregen über die Seine und konnten die vielen Sehenswürdigkeiten aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Mittwochs stand erst gegen Mittag Programm an und so besuchten bspw. meine Freunde und ich die Galeries Lafayette und bestaunten die kunstvolle Kuppel. In der Rue Daguerre erlebten wir einen kulinarischen Mix aus Pizza, Baguette und Macarons. Danach besuchten wir die Katakomben und für viele von uns war es das erste Mal, menschlichen Skeletten so nah zu sein. Aber obwohl diese Erfahrung beängstigend klingt, war es sehr inspirierend. Der 30-minütige Besuch führte uns zu verschiedenen philosophischen Gedanken und Fragen über den Sinn des Lebens. Denn warum denkt man so viel über unnötige Dinge nach, obwohl am Ende sowieso nur ein Skelett bleibt? Während wir über diese Gedanken diskutierten, fuhr die Metro uns wieder zurück in die Innenstadt von Paris, in das Leben und Geschehen. So probierten wir die gehypten Cédric-Grolet-Früchte, die einigen von uns besser schmeckten als anderen. Ein schöner Abschluss war an diesem Tag der Louvre, den wir unterschiedlich lange besuchten, in dem aber alle die Mona Lisa zu Gesicht bekamen. Und ihr Anblick war … versperrt von den anderen Touristen. Doch nachdem wir uns circa fünf Minuten durch die Menge gekämpft hatten, konnten auch wir ihren Anblick bewundern. Aber nicht nur die Mona Lisa war zu betrachten, sondern auch das Gemälde ,,La Liberté guidant le peuple“ von Eugène Delacroix. Leider gab es an diesem Tag keinen Juwelenraub, aber dafür viele schöne Bildmotive und Erinnerungen, die wir alle in unserem Herzen tragen.
Der Donnerstag begann mit einem späten Frühstück, welches uns für unseren letzten Tag stärkte. Während unsere Freunde entweder in Malaga oder in Hamburg in der Schule saßen, genossen wir die 237 Stufen hinauf zu Sacré-Cœur. Von dort an trennten sich wieder die Wege unserer Gruppe und während einige geradezu zum Moulin Rouge eilten, sich einen Crêpe in Montmartre kauften oder wieder in die Stadt fuhren, besuchten Frau Bremer und Frau Schäfers ebenfalls Cédric Grolet. Das Highlight der gesamten Reise war natürlich der Eiffelturm, welchen wir abends mit der Gruppe bestiegen. Zwar war die Aussicht wunderschön, aber noch magischer war es dann um 22.00 Uhr, als wir den Eiffelturm glitzern sahen. Manche von uns saßen neben den etlichen Heiratsanträgen, andere standen auf der anderen Seite des Turms. Aber egal wie, es war ein wunderschönes Erlebnis, welches mit nichts zu vergleichen ist. Man weiß, der Tag im Urlaub hat sich gelohnt, wenn man abends ins Bett fällt und direkt einschläft und sicherlich haben das auch einige von uns gemacht. Andere hingegen verlegten ihren Schlaf auf die morgige Zugfahrt und erlebten eine lustige Nacht.
Während wir uns am Freitagmorgen wieder unseren Weg durch die Pariser Metrostationen bahnten, fühlte es sich an, als hätten wir nicht nur eine Woche, sondern ein ganzes Leben erlebt. Auch hat diese Woche unseren Französischkurs noch einmal zusammenrücken lassen und uns ein bisschen mehr vom französischen Leben gezeigt als „Julien aus Nantes“ aus unserem Französischbuch. Zum Ende möchten wir uns alle noch einmal bei Frau Bremer und Frau Schäfers bedanken, die trotz unseres öfteren Zuspätkommens immer für uns da waren und auf uns eingegangen sind. Wir sind ihnen sehr dankbar für ihre Unterstützung und Begleitung!





