Schülertexte zur “Coronapause”

Lehrerleben im Corona-Alltag
7. April 2020
Osteransprache 2020
8. April 2020

Homeoffice für Schüler – Traum oder Alptraum?
Leonie Strelecki

Länger schlafen, variabler Unterrichtsbeginn und Pausen, wann immer man sie benötigt und wann einem danach zumute ist! Welcher Schüler und welche Schülerin hat nicht schon einmal davon geträumt, den Schulunterricht im heimischen „Office“ zu absolvieren?

Homeoffice, d.h. das flexible Arbeiten von Zuhause aus, kannte man bislang als Schüler oder Schülerin höchstens von den Eltern. Zuhause bleiben, gemütlich und ausgedehnt frühstücken und dann in Jogginghose – vielleicht sogar im Bett – seine Aufgaben und Übungen erledigen: Für viele war das sicherlich ein Zustand, von dem sie bislang nur träumen konnten. Ein Wunsch, der bis vor wenigen Wochen unerfüllbar schien. Doch dann kam das Coronavirus in unseren Alltag, und damit kam alles anders. So anders, wie es sicher niemand jemals erwartet hätte. Denn seit Freitag, dem 13. März 2020, hat die Schulbehörde für ganz Deutschland diesen vermeintlichen Traum wahr werden lassen. Und so hängen seit Tagen überall im Land Zettel an den Schulen, dass diese bis auf Weiteres geschlossen werden. Covid-19, das Coronavirus, das Anfang Dezember in China entdeckt und diagnostiziert wurde, hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt im Griff. Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Virus weltweit ausgebreitet, so dass sich schon tausende Menschen mit ihm infiziert haben. Und so kommt es, dass ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung sowie alle Schüler aufgrund der weltweiten Pandemie im Homeoffice sitzen.

Und so heißt es auch für mich, seit Anfang der Woche Zuhause zu bleiben. Ist das jetzt der Traum, den auch ich manchmal insgeheim geträumt habe? Ist die Alternative Homeoffice für Schüler wirklich erstrebenswert? Vor meinem inneren Auge sah ich mich entspannt am Schreibtisch sitzen und in aller Ruhe ein paar Aufgaben bearbeiten. Ganz ungestört und ohne Nebengeräusche und dem quirligen Geschnatter, was oft in einer Klasse mit 27 SchülerInnen herrscht. Aber eben auch ganz ohne Geschnatter. Denn hier bemerke ich die erste Schattenseite meines einstigen Traums: Im Homeoffice gibt es gar kein Geschnatter, da es hier niemanden mehr zum „Schnattern“ gibt. Zumindest nicht von Angesicht zu Angesicht. Das fühlt sich komisch an.

Zudem wurde mir schnell klar, dass es nicht nur darum ging, sich Aufgaben von Lehrern herunterzuladen und Übungen aus dem Internet zu bearbeiten, sondern auch darum, deutlich selbstständiger zu arbeiten, sich gut zu organisieren und noch mehr Verantwortung für seine Schulsachen zu übernehmen. Eigenschaften, die ein Schüler auch im normalen Alltag stets beherrschen sollte, aber in der Stille des Homeoffices bemerke ich, dass man sich in Ermanglung des gewohnten Geschnatters nicht nur hin und wieder ein Gefühl der Einsamkeit einstellen kann, sondern die Vielzahl der Aufgaben und Übungen, die über die Online-Plattform der Schule auf meinen heimischen Schreibtisch flattern, koordiniert und zeitlich bewältigt werden wollen. Ich muss zugeben, dass ich mir das in meinen Träumen entspannter vorgestellt habe!

Dennoch denke ich, dass das Arbeiten im Homeoffice zwar viel Anstrengung bedeutet, aber für uns Schüler auch eine große Chance sein kann, die oben bereits genannten Fähigkeiten wie Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Organisationsvermögen zu fördern.

Für mich waren die ersten fünf Tage „Homeschooling“ eine völlig neue Erfahrung. Ich konnte schon in diesen Tagen erste Vor- und Nachteile einer solchen Art von Unterricht ausmachen.

Einerseits denke ich, dass der Unterricht daheim einige positive Aspekte mit sich bringt. Beispielsweise muss ich nicht schon um halb sieben aufstehen, mich anziehen, etwas frühstücken und pünktlich um acht in der Schule sein. Ich habe die Möglichkeit – wie einst erträumt – länger zu schlafen, mein Frühstück zu genießen und meine Kleidung ganz nach dem Gesichtspunkt der Bequemlichkeit zu wählen. Des Weiteren kann ich in meinem eigenen Tempo arbeiten und bin unabhängig von Lehrern und Mitschülern. Außerdem kann ich mir das Lernen und die Aufgaben nach meinen eigenen Bedürfnissen aufteilen.

Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, wieder in die Schule zu gehen und dort meinen Schulalltag zu verbringen. Beispielsweise merke ich, dass Partner- oder Gruppenarbeit nicht nur mehr Spaß machen, sondern auch effektiver sein können, als alleine vor seinen Aufgaben zu sitzen. Zudem ist die Chancengleichheit ein großer Aspekt, der nicht vergessen werden darf. Häufig bekommen Schüler und Schülerinnen Hilfe und Unterstützung von ihren Eltern. Doch das ist nicht in jedem Elternhaus der Fall. Die Gleichberechtigung sinkt und die Schüler verlieren dadurch eventuell ihre Motivation und den Spaß am Lernen. Außerdem fällt es mir leichter, den Lernstoff zu verstehen, wenn er mir von einem Lehrer persönlich erklärt wird und ich direkt Fragen stellen kann. Hinzu kommen die bereits erwähnten fehlenden sozialen Kontakte und eine drohende Ablenkung. Ist die Alternative zum Unterricht in der Schule also ein Traum, d. h. erstrebenswert oder eher ein Alptraum?

Abschließend kann ich sagen, dass ich dem häuslichen Lernen durchaus viel Positives abgewinnen kann, da ich nicht von anderen Personen abhängig bin und durch Störungen oder etwa eine laute Geräuschkulisse während der Schulstunden abgelenkt werden kann. Ich finde daher, die „Corona-Pause“ bringt eine große Chance mit sich, die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern und auszubauen. Von einem „Traum“ kann ich in Anbetracht meiner Homeoffice-Situation dennoch nicht sprechen, da mir die täglichen Kontakte und der direkte Austausch mit meinen Schulfreunden schon sehr fehlen. Und auch, wenn die Variante Homeschooling aufgrund diverser Annehmlichkeiten keinen wirklichen Alptraum darstellt, wünsche ich mir natürlich, dass das Virus so schnell, wie es gekommen ist auch wieder verschwindet. Doch bis dahin lebe ich unter dem Hashtag #Stayathome und mache meine Schularbeiten vorerst Zuhause in meinem Homeoffice.

Klopapier, das neue Gold
Julia Rascu

Das Coronavirus. Eine Zeit, die ich ziemlich sicher nicht vergessen werde. Bis jetzt ist mir persönlich und in meinem Bekanntenkreis nichts außer Sorgen und Panik passiert. Doch ich denke, diese Panik ist übertrieben. Solange man die Sicherheitsvorkehrungen einhält, sollte hoffentlich nichts Dramatisches passieren. Natürlich habe ich Angst, dass sich vor allem die Älteren in meiner Familie anstecken, aber wenn sie sich nicht für ein Kaffeekränzchen mit ihren Freunden entscheiden, Kontakt mit Menschen vermeiden und regelmäßig die Hände waschen, sollten sie sich nicht so schnell anstecken.

Ich weiß allerdings nicht wirklich, was ich von dieser ganzen Situation halten soll. In meinem ganzen Leben habe ich so etwas noch nicht erlebt. Schulen werden geschlossen, wir sind verpflichtet zu Hause zu bleiben und die Straßen sind leer. Mehr oder weniger. Dadurch, dass meine letzten Tage aus Hausaufgaben, anderen belanglosen Aktivitäten und noch mehr Hausaufgaben bestanden, kann ich nicht viel berichten.

Die Quarantäne hat aber sicher einige Vorteile. Beispielsweise liegt das ganze Zeitmanagement bei mir. Ein weiterer Punkt, den ich vor der Schließung der Schule gar nicht in Betracht gezogen habe, ist, dass ich sehr viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Da sie auch nicht zur Arbeit oder Schule gehen können, ist der gesamte Haushalt zu Hause. Und wenn ich genauer darüber nachdenke, haben wir schon lange nicht mehr so viel zusammen gemacht. Die Zeit, die wir an einem Tag miteinander verbracht haben, war zuvor in einer gesamten Woche gar nicht möglich. Ich hätte aber schon gerne eine Vorwarnung bekommen, die ausdrücklich sagt, dass meine Familie nerviger sein kann, als ich es bereits wusste.

In diesen Zeiten brauche ich meine Freunde, die leider nur über das Internet zu erreichen sind. Es ist belastend, dass ich sie nicht normal treffen kann. Normalerweise sehe ich die meisten von ihnen mindestens fünf Tage die Woche, doch dank Corona muss ich jetzt ohne ihre Anwesenheit klarkommen.

Letztens war ich mit meinem Vater einkaufen und ich war einerseits schockiert, dass das Einkaufszentrum während der Öffnungszeiten leerer war, als die Regale mit Klopapier und andererseits, weil es trotzdem Leute gab, die sich draußen noch mit Freunden treffen.

Apropos Klopapier. Seit wann ist Klopapier so eine Eskalation wert? An den Regalen müssen jetzt Schilder befestigt werden, die mit „Bitte nehmen Sie aus Solidarität nur eine Packung Klopapier. Vielen Dank“ beschriftet sind. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Leute tatsächlich Klopapier horten. Was wollen sie damit anstellen? Und nicht nur das. Es wird im Internet für unmögliche Preise angeboten. Das erinnert mich eher an eine typische Rechenaufgabe in der Grundschule: Peter bestellt sich dreizehn Packungen Klopapier im Wert von vierzig Euro. Wie viel muss er bezahlen? Oder aus dem Fenster schmeißen. Es ist bald bestimmt so weit, dass Klopapier, neben Bargeld und Karte, eine neue Zahlmöglichkeit wird.

In den Nachrichten sind auch keine neuen Themen vorhanden. Überall sieht man nur Coronavirus hier, Covid-19 da. Dieses Virus übernimmt die gesamten Medien und sie breiten nicht nur Informationen, sondern auch Panik aus. Deswegen finde ich es sogar ansatzweise verständlich, dass Großeinkäufe betätigt werden.

Dadurch dass wir nicht mehr zur Schule gehen, bekommen wir unsere Aufgaben online. Bis jetzt hatte ich keine großen Probleme. Meine Aufgaben habe ich immer rechtzeitig erledigt und abgeschickt. Es ist aber durchaus ungewöhnlich nicht in einem Klassenraum zu sitzen, sich jederzeit zu melden und Sekunden später eine Antwort auf die gestellte Frage zu bekommen. Es ist generell seltsam, alles entzogen zu bekommen, was man aus dem Alltag kennt. Es gibt keine Pausen mehr, in denen man mit Freunden ausgelassen Unterhaltungen führen kann, keine überfüllte Cafeteria, keine verschlossenen Vorräume, in die man gehen will, und auch keine mehr oder weniger langweiligen Vorträge von Lehrern. Es gibt einige Sachen, an die man sich neu gewöhnen muss.

Tatsächlich vermisse ich meinen früheren Alltag. Ich habe es langsam satt, stundenlang vor dem Laptop zu sitzen und ohne Ablenkung von meinen Freunden und Klassenkameraden die Aufgaben energielos zu erledigen. Es entwickelt sich eine neue Routine, die ich so einfach nicht akzeptieren möchte.

Gedanken zum Coronavirus
Leni Bennett

Eine Pandemie ist ausgebrochen. Tausende Menschen sterben. Fast die ganze Welt hat sich isoliert.

Eine Dystopie, in der sich die Welt ihrem Ende naht? Nein, Realität! Ein Virus wütet auf der Welt. Er ist höchst ansteckend und viel zu oft auch tödlich. Um alle Menschen vor der Ansteckung zu bewahren und um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, wird sozialer Kontakt staatlich eingeschränkt, viele Menschen können nicht mehr zur Arbeit gehen, die Kinder gehen nicht mehr in die Schule. Die Welt wie man sie kannte hat sich von einem Tag auf den anderen verändert!

Wie hat das eigentlich alles angefangen in meiner Welt? Ich war gerade in England, als wir beim Einkauften merkten, dass man kein Klopapier mehr kaufen konnte. Die Hamsterkäufe machten sich bemerkbar. Der Zusammenhang Lungenkrankheit/Klopapier war mir allerdings immer noch nicht ganz klar.

Zuhause in Hamburg kam dann die Nachricht, dass wir nicht in die Schule sollten. Eigentlich doch eher eine gute Nachricht, oder? Naja, wenn man mal davon absieht, dass gleichzeitig mit dem Unterricht auch alle Schulreisen abgesagt wurden und sich rausstellt, dass das Homeschooling doch anstrengender als zuerst gedacht ist.

Aber das ist nicht das Einzige, denn die Beschaffung des Essens kann auch zu einem Problem werden, denn in den Supermarkt will man mittlerweile ungern gehen. Die Lösung, die wir zu dem Problem gefunden haben, war einfach einen Lieferservice zu benutzen. Das entpuppte sich aber als nicht ganz so einfach wie gedacht, denn anscheinend hatten noch einige andere dieselbe Idee. Der Lieferservice war überlastet. Nach einigen erfolglosen Versuchen haben wir es aber trotzdem geschafft, unser Essen geliefert zu bekommen.

Ein anderes Problem stellt sich in diesen Wochen heraus: Dieselben vier Wände ohne Sozialkontakt können ganz schön langweilig werden. Aber zum Glück gibt es neue Technologie, die es einem möglich macht, auch digital mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Es machen sich aber auch positive Seiten des Umgangs mit dem Virus bemerkbar. Wenn man auf die Straße geht, versuchen alle rücksichtsvoll zu sein und den Abstand von ca. zwei Metern einzuhalten. Außerdem sieht man viele Elternpaare mit ihren Kindern, die nun endlich Zeit haben, etwas zusammen zu machen. Das freut mich!

Homeschooling während der Coronapause
Sophia Varughese

Die Medien berichten ununterbrochen von dem Corona Virus und viele Menschen sind verunsichert und machen sich Sorgen um die derzeitige Situation. Immer mehr infizieren sich mit dem Virus, was zur Folge hat, dass unser Alltag komplett auf den Kopf gestellt wird. Lange Schlangen vor Supermärkten, leere Regale, wenn man es schließlich hineingeschafft hat sowie die Begriffe „Homeoffice“, „Homeschooling“ und „Social Distancing“ sind uns mittlerweile wahrscheinlich allen bekannt. Wie geht es uns Schülern eigentlich mit dem „Homeschooling“?

„Coronapause”. Ich hörte diesen Begriff vor anderthalb Wochen und habe mir gedacht, wie cool das bestimmt ist, zwei Wochen keine Schule zu haben.
Ich habe mir zwar auch Sorgen gemacht, um meine Freunde, die teilweise nahe den Gebieten Urlaub gemacht haben, die nun besonders von dem Corona Virus betroffen sind. Aber meinen Freunden und ihren Familien geht es gut – kein Grund zur Sorge, sondern nur zum Freuen, dass wir schulfrei haben. Da habe ich mich dann zu früh gefreut.
Denn schon nach kürzester Zeit kamen die ersten Emails von unseren Lehrern mit Aufgaben für die kommenden Unterrichtsstunden. Ich habe mir die Aufgaben angesehen und dachte, dass ich das unmöglich alles schaffen kann. Aber nach einer kleinen Eingewöhnungsphase klappte es doch ganz gut, mir die Arbeit einzuteilen.
Trotzdem wurden die Aufgaben einfach nicht weniger: Wenn ich eine oder zwei Aufgaben beendet und endlich abgeschickt habe, wurden mir gleich die Nächsten gesendet. Abgabetermin folgte Abgabetermin. Da ist das Aufgaben-Tool bei IServ doch recht praktisch: eine klare Übersicht von gestellten Aufgaben, Abgabeterminen und erledigten Aufträgen. Zudem habe ich das Gefühl, dass sich alle (Schüler, Lehrer, Eltern) erst an diese neue Situation gewöhnen müssen und deswegen näher zusammenrücken – auch wenn das zur Zeit nur digital möglich ist. In jeder Email, die wir erhalten, steht am Ende ein hoffnungsvolles „Bleibt gesund!” oder „Ich hoffe, es geht euch allen gut.”
Meine Klasse hat unseren Lehrern ein Feedback zu den Aufgaben gegeben. Unsere Lehrer haben Verständnis gezeigt, als wir ihnen von der immensen Arbeit berichteten. Diese Emails, das Verständnis und der Zusammenhalt in diesen außergewöhnlichen Zeiten helfen mir dabei, die langsam vergehenden Wochen zu überstehen und auf das Ende der Pause zu warten. Ich hoffe, dass wir alle auch weiterhin zusammenhalten und uns nicht durch „Social Distancing” auch gedanklich und digital voneinander entfernen.

Zusammen werden wir die aktuellen Herausforderungen meistern!

Homeoffice für Schüler – Eine gute Idee?
Alexandra Otto

Der Coronavirus – Ich glaube, wir haben alle schon zahlreiche Nachrichten über ihn gelesen. Dieser sehr ansteckende Virus hat sich nun über die gesamte Erde verbreitet. Aktuell gibt es schon rund 543 000 Fälle in mehr als 190 Ländern. Fast.

25 000 Menschen sind schon an dieser Pandemie gestorben. In Deutschland sind schon fast 50 000 Menschen erkrankt.

Für Kinder und Jugendliche ist dieser Virus zum Glück weniger gefährlich. Um jedoch die Verbreitung des Virus zu vermeiden, hat der Hamburger Senat beschlossen, die Schule für die nächsten Wochen zu schließen.

Aber wie können die Schüler ohne Unterricht lernen?

Über die Internetseite „Iserv“ werden den Schülern Aufgaben bereitgestellt. Diese sind dazu verpflichtet, ihren Account mehrfach am Tag zu prüfen. Über ein Aufgabentool kann man sehen, welche Aufgaben erledigt werden müssen. Diese kann man als PDF sehen. Ebenfalls erkennt man, bis wann man die entsprechenden Schularbeiten erledigen muss. Die erledigten Aufgaben werden dann von den Lehrern überprüft und als mündliche Ersatzleistung für die ausgefallenen Stunden gezählt.

Als Schüler ist die gesamte Situation sehr ungewöhnlich; man muss alle Aufgaben ohne Hilfe eines Lehrers oder ohne seine Mitschüler bearbeiten.

Im Gegensatz zum normalen Schulalltag kann man natürlich später aufstehen und während des Arbeitens kurze Pausen einlegen, jedoch muss man sich seine Zeit sehr gut einteilen, da es viele verschiedene Aufgaben aus verschieden Fächern mit festen Abgabeterminen gibt. Des Weiteren muss man auch immer einen Überblick behalten, ob man alle Inhalte versteht; im Unterricht hat der Lehrer immer einen Blick darauf, ob alle Inhalte bearbeitet wurden. Hinter dem Homeoffice steckt viel Arbeit und Eigenverantwortung. Ich hätte mir die Arbeit von zu Hause aus leichter vorgestellt, wenn man sich jedoch langsam daran gewöhnt, ist das sogenannte Homeoffice eine gute Alternative zum regulären Unterricht.

Corona-Tagebuch: 21.03.2020–26.03.2020
Chiara Williams

Samstag, 21.03.20:
Mit diesem Beitrag starte ich mein Corona Tagebuch, heute ist meine Schwester nach Hamburg gekommen, eigentlich wohnt sie zur Zeit in Halle, da sie dort Medizin studiert, aber sie wollte uns noch einmal sehen, sie befürchtet nämlich, dass es in mehreren Bundesländern Ausgangssperren geben wird, ich bezweifle das ja. Die positiven Coronafälle steigen zwar, aber nicht stärker als zuvor, ich denke der Großteil der deutschen Bürger hält sich an die Maßnahmen, die eingeführt wurden, zwar nicht alle, aber ich denke, das war klar. Mittlerweile gab es ja schon einen Verdacht auf den ersten Corona-Toten in Hamburg, ich sage Verdacht, da die Behörden davon ausgehen, dass der auf Corona positiv getestete Mann nicht an den Folgen von Corona starb. Mich beschäftigt dieser Fall, da der Herr aus einem nur zwei Straßen entfernten Altersheim kommt. In diesem Altersheim gibt es mittlerweile mehrere Coronafälle und ich hoffe, dass alle gut genesen können. Obwohl wir zwei Straßen weiter wohnen, haben wir bisher nicht viel von diesen Fällen mitbekommen, wir haben die Informationen aus dem Hamburger Abendblatt. Ich werde jetzt schlafen gehen, da es schon sehr spät ist.

Sonntag, 22.03.20:
Als ich heute aus meinem Zimmer in die Küche gestapft bin, begrüßte meine Mutter mich mit der Information, dass es den ersten Corona-Toten in Hamburg gibt. Meiner Meinung nach war der Mann mit 51 Jahren noch relativ jung, ob er wegen Vorerkrankungen starb, wurde nicht bekanntgegeben. Mit dieser Information begrüßt zu werden, gefiel mir zwar nicht und irgendwie fühle ich mich mittlerweile mehr wie in einem dieser Filme, in denen Seuchen ausbrechen, aber was soll man machen? Nachdem ich gefrühstückt habe, habe ich meine Oma angerufen, wie erwartet regte sie sich nur über unsere Regierung auf und nahm den Virus nicht ernst, sie versuchte die Situation mit Witzen zu entschärfen, aber in solchen Zeiten muss man drüber lachen können, ich glaube wenn wir das nicht mehr können, werden wir alle verrückt. Natürlich sollte man die Situation ernst nehmen können, aber man sollte nicht in Panik geraten und 5 Kilogramm Klopapier horten, damit könnt ihr den Virus nämlich auch nicht bekämpfen. Ich verabschiedete meine Oma mit den Worten „Pass auf dich auf“, weil ich mir irgendwie schon Sorgen um sie mache, sie gehört schließlich zur Risikogruppe. Da ich nicht die ganze Zeit über traurige Dinge schreiben will, erzähle ich noch ein paar andere Dinge. Ich habe heute um ehrlich zu sein nicht viel vor, vermutlich nehme ich mir mein Lieblingsbuch, setze mich in den Garten und warte auf den Sonnenuntergang oder so. Wir fahren nachher zu der Bäckerei Reinhardt, um Brot zu kaufen, in unserem Hofladen gibt es nämlich kein Brot mehr, wir nehmen dann vermutlich auch Kuchen mit. Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute erstmal.

Montag, 23.03.20:
Heute bin ich ziemlich spät aufgestanden, da wir heute keine Aufgaben bekommen und ich sonst alle Aufgaben meiner Lehrer und Lehrerinnen erfüllt habe. Da ich zwei Hunde habe, habe ich das Glück mit den beiden rausgehen zu dürfen. Vor den Ferien hätte ich mich eher davor gesträubt, mit den Hunden zu gehen, aber jetzt ist es einer der einzigen Gründe, rauszudürfen. Nachdem ich mit den Hunden war, habe ich eine meiner Freundinnen angerufen und mit ihr zusammen noch die letzten Aufgaben in Chemie gemacht. Ich vermisse es, meine Freunde täglich sehen zu können. Den Rest des Tages habe ich in meinem, von meiner Lehrerin zugesendeten Matheheft gearbeitet, jetzt arbeite ich an meinem Corona-Tagebuch und gleich werde ich meine Lieblingsserie „Lucifer“ auf Amazon Prime gucken, danach werde ich vielleicht noch etwas lesen, um dann schlafen zu gehen.

Dienstag, 24.03.20:
Ich bin heute etwas früher aufgestanden, da ich mit einem Haufen von Aufgaben gerechnet habe, aber ich habe nur eine Email bekommen, in der stand, dass ich in Spanisch erst bald Aufgaben bekommen werde. Dafür habe ich mehr Zeit für diesen Bericht und noch zwei andere Hausaufgaben, zum Glück habe ich heute genug Motivation, etwas zu tun. Ich bearbeite meine Aufgaben am liebsten sofort, da ich sie sonst noch vergesse. Zuhause den Schulstoff machen zu müssen ist doof. Vor den Ferien habe ich mit meinen Mitschülern noch gehofft, dass wir nach den Ferien keine Schule haben, das bereue ich mittlerweile – komisch das zu sagen, aber ich vermisse die Schule, wenn ich mir zuhause die Sachen beibringen muss, die wir eigentlich im Unterricht machen würden, verstehe ich vermutlich nur die Hälfte, in der Schule wäre das einfacher. Außerdem werde ich dadurch, dass ich so wenig raus kann, sehr schnell müde, geht es nur mir so? Ich werde gleich noch meine Hausaufgaben machen, was essen, lesen und dann vielleicht noch joggen.

Mittwoch, 25.03.2020:
Gestern Abend habe ich mindestens eine halbe Stunde oder länger nach meinen Turnbeutel gesucht, ich habe ihn aber leider nicht gefunden und denke mittlerweile, dass ich ihn in der Schule vergessen habe, toll. Den sehe ich jetzt wahrscheinlich nie wieder. Das hat meine Laune jetzt erst mal noch schlimmer gemacht als sie eh schon ist. Heute war ich wieder mit den Hunden eine große Runde im Alstertal, danach war ich im Stall. Selbst im Stall laufen Leute mit Handschuhen und Mundschutz rum und da ich Allergikerin bin und gegen Frühblüher sehr allergisch bin, niese ich zur Zeit ziemlich oft, da fängt man sich ja jetzt immer sehr schöne Blicke ein. Außerdem bin ich heute mit einer angeschwollenen Gesichtshälfte aufgewacht. Vermutlich, weil ich zulange auf meinem Gesicht lag, ich fühle mich jetzt mindestens wie Quasimodo. So möchte ich eigentlich nicht rausgehen, aber wir müssen nachher los, um einkaufen zu gehen, das lässt sich leider nicht verhindern. Ich lese gleich nochmal und setze mich vielleicht in den Garten, falls es da nicht zu kalt ist. Mittlerweile wird mir ziemlich langweilig, weil ich immer den selben Tagesablauf habe: aufstehen, frühstücken, lernen, mit den Hunden gehen, lernen oder lesen, Mittagessen, lernen, Abendessen, Serien gucken und schlafen, sehr spannend, oder? Ich werde mich mal anziehen und fertigmachen, da ich so meistens den halben bis ganzen Tag in Jogginghose und Hoodie rumlaufe.

Donnerstag, 26.03.20:
Da ich gestern bis 1:00 Uhr eine Serie geguckt habe, bin ich heute ziemlich schwer aus dem Bett gekommen, das Frühstück habe ich nicht nachgeholt und somit war meine erste Mahlzeit das Mittagessen. Hätte ich Schule, wäre das definitiv nicht so. Meinem Gesicht geht es mittlerweile besser, aber ich bin extrem müde, obwohl ich über zehn Stunden geschlafen habe. Den heutigen Tag werde ich damit verbringen, alle meine Hausaufgaben zu erledigen und dann nach einem Kuchenrezept für meinen Vater suchen, der hat nämlich am Sonntag Geburtstag. Mir tun die Leute, die zur Zeit Geburtstag haben, irgendwie leid, ich unternehme mittlerweile zwar auch nichts mehr an meinem Geburtstag, aber ich stelle es mir trotzdem blöd vor, jetzt Geburtstag zu haben. Eigentlich sollte ich heute beim Zahnarzt sein, aber der Termin wurde wie erwartet abgesagt. Meine Mutter ist heute fast den ganzen Tag da, es ist irgendwie komisch meine Eltern so viel zu sehen. Nicht, dass ich mich beschwere, aber meine Mutter ist Tierärztin und arbeitet eigentlich fast den ganzen Tag, aber ihr Chef hat Schichten eingeteilt, damit es im Falle eines Krankheitsfalles nicht so viele Ansteckungen gibt und die Praxis trotzdem aufbleiben kann. Natürlich muss die Praxis gewisse Maßnahmen einhalten, damit sie geöffnet bleiben kann, aber das scheint kein Problem zu sein, da Tierärzte als systemrelevant eingestuft wurden. Mein Vater, der bei BMW arbeitet, kann seine Arbeit über Homeoffice erledigen, leider darf ich während seiner Meetings nicht in dem Büro meine Aufgaben bearbeiten, da das stören würde. Ich werde jetzt mal wieder meine restlichen Aufgaben bearbeiten und wie mein Tag dann verläuft ist ja bereits bekannt.

Dies ist mein letzter Eintrag in mein „Corona-Tagebuch“, vielleicht habt ihr ja einige Situationen oder Gedanken mit mir teilen können. Ich hoffe, ihr seid und bleibt alle gesund.

Eure Chiara

Bericht übers Home Office und den Alltag während der “Corona-Pause”
Luis Jahraus

Aktuell geht alles um den Virus. Man schafft es nicht, einen ganzen Tag ohne neue Infos über Covid-19 zu erhalten. Mittlerweile hat sich der Virus fast auf der ganzen Welt verbreitet. Ganz Deutschland hat die Grenzen, Schulen und jetzt sogar Läden geschlossen. Doch nun stellt sich die Frage: Was passiert mit den ganzen Schülern? Weitere 14 Tage Ferien? Nein, Homeoffice ist das neue Zauberwort.

Jeden Tag bekomme ich neue E-Mails von meinen Lehrern. Aufgaben über Aufgaben. Den ganzen Tag Zuhause sein und 24/7 die Eltern erleben. Mittlerweile ist es ziemlich langweilig, aber auch anstrengend, den ganzen Tag daheim zu hocken. Jedoch ist es meine Pflicht, die Aufgaben zu erledigen. Jeden Tag erinnern meine Eltern mich daran, meine neuen Aufgaben zu checken.

Mein Tag beginnt damit, dass ich 3 Stunden später als an einem normalen Schulalltag aufwache. Anschließend gehe ich duschen und mache mir was zum Frühstücken. Was sonst totaler Stress wäre, mache ich nun viel entspannter.

Allerdings muss ich mich dann auch direkt an meinen Computer setzen, um mit meinem Homeoffice zu beginnen. Es ist 12:00 Uhr und um diese Uhrzeit würde ich eigentlich im Klassenzimmer sitzen und mit meinen Freunden und Klassenkameraden zusammenarbeiten.

Nachdem ich mit dem Großteil der Aufgaben fertig bin, mache ich eine kleine Pause und schaue meine Serie weiter. Jedoch würde ich jetzt viel lieber auf dem Fußballplatz stehen und Spaß haben, mich anstrengen und Witze mit meinen Freunden machen. Dies ist jedoch auch nicht möglich, da wir bis Ende April Pause haben. Alles wegen Corona. Ich würde so gerne rausgehen und trainieren, jedoch möchte ich meine Eltern auch nicht in Gefahr bringen und bleibe deswegen vorbildlich Zuhause.

In meinen Zimmer, wo ich mich zurzeit den größten Teil meiner Zeit aufhalte, fahre ich nun am spätem Nachmittag fort mit den Aufgaben. Chemie steht auf dem Programm und ich bekomm die Vorstellung jetzt auf dem Fußballplatz zu stehen oder mit Freunden im Kino zu sitzen nicht aus meinem Kopf. Es wird dunkel und ich bin fertig für den heutigen Tag.

Ich werde nach unten gebeten, um mir die Ansprache der Bundeskanzlerin anzugucken.

Ihre Worte sind: „Bleibt zuhause.“ Oder: „Es liegt größtenteils an auch.“

Ich denke, das müssen wir jetzt einfach durchziehen.

Plötzlich erreicht mich gegen Abend die Nachricht, dass wir bis zum 19. April keine Schule haben. Das bedeutet insgesamt 5 Wochen frei und 3 weitere Wochen mehr Aufgaben.

Ich bin nicht so glücklich, jedoch nützt es nichts. Beim Einschlafen, gegen 23:00 Uhr, denke ich schon an den nächsten Tag und an die weiteren Aufgaben. Allerdings denke ich auch an diejenigen, die vom Virus betroffen sind.

Abschließend hoffe ich, dass alle schnell gesund werden und alle sich im Klaren sind, dass die Gesundheit vorgeht und nicht irgendwelche Partys!

Mein Corona-Tagebuch
Hannah Ahles

16.03.2020: Montag
Wie an jedem anderen Wochentag auch wachte ich auf und zwar früh, weil meine Mutter mich dazu zwang um 8:00 Uhr aufzustehen. Ab da an wusste ich: Entspannte zwei Wochen werde ich sicherlich nicht haben. Nachdem meine Mutter mich freundlicherweise geweckt hatte und sie los zur Arbeit musste, fing ich an, meinen Smoothie, den Mama mir gemacht hatte, so wie jeden morgen zu trinken. Er war lecker: leicht süßlich, so wie ich es gerne mag. Des Weiteren habe ich mich an meinen Laptop gesetzt, weil ich ja irgendwann auch mal anfangen muss. Also ging ich als erstes auf IServ und habe zur Begrüßung viele ”super tolle und aufgabenreiche” E-Mails bekommen. In meinem Aufgabentool habe ich dann meine restlichen To Dos vorfinden können. Natürlich konnte ich mich alleine zu Hause, nur mit meinem Hund, der ständig seinen kleinen süßen Kopf auf mein Bein gelegt hat und meinem Handy, welches mit Snapchat- und Instagram-Nachrichten bombardiert wurde, nicht konzentrieren und war ständig abgelenkt. Mittagszeit. Zum Glück konnte ich doch noch ein paar Aufgaben erledigen, bevor Mittagessen angesagt war. Dadurch, dass ich jetzt eine Diät mache, habe ich mein super altes (von meiner Mutter geliehenes) Diätbuch mit vielen Rezepten aufgeschlagen und fing an richtig zu kochen. Ich war sehr überrascht, wie gut mein Ergebnis schmeckte und freute mich auf die nächsten Rezepte. Nach dem hervorragenden Essen musste ich meinen Pflichten (um ehrlich zu sein genau einer) nachgehen: Ich musste mit dem Hund spazieren gehen. Genau diese eine Stunde hatte ich Pause vom Lernen und Aufgabenbearbeiten. Ich habe mich direkt nach der Gassirunde an den Computer gesetzt und bis 18:00 Uhr durchgearbeitet. Ich habe mir geschworen, um 18:00 Uhr spätestens aufzuhören, weil dann auch meine Mutter nach Hause kommt und ich den Abend zusammen mit ihr verbringen möchte. Mein erster Tag war ziemlich erfolgreich, meiner Meinung nach. Ich habe mich manchmal zwar gelangweilt oder hatte keine Lust, meine To Dos zu erledigen, allerdings konnte ich dann meinen ”Flow” wiederfinden. Ein erfolgreicher, teilweise auch langweiliger erster Tag in der Corona-Quarantäne.

Bis dann,

Hannah

18.03.2020: Mittwoch
Pünktlich um 8:00 Uhr aufgestanden, ziehe ich mich auch schon an und schminke mich nicht. Es ist so entspannt, sich nicht jeden morgen vor den Schminktisch zu setzten und erstmal 15 Min am Makeup zu verschwenden. Zu Hause sieht mich ja eh keiner und ich gehe 1–2 Mal nur raus und begegne nur fremden Menschen und ich habe damit kein Problem, wenn die mich ungeschminkt sehen. Aber genug davon! Ich setzte mich wie immer vor meinen Laptop und klappe ihn auf. Ich habe überraschenderweise immer noch nicht alle Aufgaben bekommen. Na gut, dann mache ich mich mal an Mathe. Wir haben so ein Online-Programm bekommen, welches viele verschiedene Aufgaben beinhaltet zu unserem jetzigen Thema. Ich habe viele Lektionen geschafft, das machte mich sehr glücklich. Als ich dann auch mal mit meinem Hund raus musste, hatte ich vorher noch an meinem ersten Eintrag im Corona-Tagebuch arbeiten können. Jedes Mal ist es so leer im Park, wenn ich meinen Hund ausführe. Irgendwann kam dann auch meine Mutter nach Hause und wir haben beide den siebten Teil Harry Potter geguckt. Und damit ist auch mein dritter Tag in der Corona-Quarantäne abgeschlossen.

Bis dann,

Hannah

22.03.2020: Freitag
Aufgewacht und bereit für das Wochenende! Mein Freitagmorgen, wo ich wirklich pünktlich um 8:00 Uhr aufgestanden bin und mich angezogen habe. Ich setzte mich an meinen Laptop, trinke einen Schluck von meinem grünen Smoothie und fange an. Ich habe in den letzten Tagen sehr viele Aufgaben abgearbeitet und abgeschickt. Ich habe mit meinen Chemie-Aufgaben angefangen, die ich am Donnerstagabend empfangen habe und musste leider feststellen, dass wir 24 Aufgaben bekommen haben, wovon ich dann ungefähr die Hälfte erarbeitet habe und sehr stolz auf mich war! Ich gucke noch nicht so lange Harry Potter aber meine Mutter und ich haben es bis zum letzten Teil geschafft. Irgendwie dachte ich immer, Harry und Hermine würden zusammen kommen, aber da lag ich wohl falsch. Schade! Konzentration, Hannah! Also, ich habe Chemie erledigt und für Sport schon unser tolles Workout gemeistert. Meine Mutter und ich quälen uns dort jeden zweiten Tag durch und freuen uns auf unser Sixpack, welches wir hoffentlich im Sommer präsentieren dürfen. Allerdings sollen wir immer sechs Aufgaben alle zwei Tage machen. Ich habe nicht richtig gelesen und habe gedacht, wir müssen an jedem zweiten Tag alle 18 Aufgaben machen. Als meiner Mutter dies aufgefallen ist, war es uns auch egal und wir haben so weitergemacht.

Mama ist zu Hause und freut sich auf Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2!

Bis bald,

Hannah

22.03.2020: Sonntag
Wochenende! Ausschlafen, gemütlich frühstücken: So wünsche ich mir jeden Morgen, aber dann wäre es irgendwann nicht mehr besonders… Ist schon okay, dass das Wochenende nicht jeden Tag ist. Aufgestanden, Kaffee getrunken und gefrühstückt und bereit für den Tag. Heute werde ich keine Aufgaben bearbeiten, es ist schließlich Wochenende. Meine Mutter und ich verbringen unseren Sonntag so wie immer… zusammen frühstücken, eine große Runde im Wald mit dem Hund gehen, Sport machen, Mittagessen, Lesen, Backgammon spielen und dann auch irgendwann zu Abend essen. Heute gibt es leckeren Nudelauflauf, den ich liebe. Irgendwann um 19:30 Uhr klingelte es an der Haustür und wir machten die Tür unten per Knopf auf. Mein Vater kommt hoch, um mich abzuholen. Meine Eltern sind seit einigen Jahren geschieden, doch sie beide verstehen sich immer noch sehr gut und sie beiden haben neue Partner, welche ich sehr lieb und gerne habe. Mein Vater lebt auf Grund seiner Arbeit in Lüneburg und deswegen fahre ich jetzt in der Corona-Quarantäne auch mal unter der Woche zu ihm anstatt jedes zweite Wochenende. Alle denken immer, es ist schlimm, wenn die Eltern getrennt oder geschieden sind, aber das stimmt nicht. Ich habe eine größere Familie bekommen. Drei neue tolle Stiefgeschwister und du kriegst doppelt so viele Geschenke. Wenn deine Eltern sich auch noch, wie in meinem Fall, gut verstehen, dann feiert ihr auch noch Geburtstag zusammen, was toll ist. Eure Eltern sind generell glücklicher und das muss man sich einfach vorstellen und denen gönnen, selbst wenn sie sich gerade erst getrennt haben und man es einfach nicht wahrhaben will. Also, mein Vater holte mich ab und wir fuhren zusammen zu seinem Haus in Lüneburg. Dort begann dann die zweite Woche in der Corona-Quarantäne.

Bis bald,

Hannah

23.03.2020: Montag
Früh aufgewacht und bereit für den Tag, setzte ich mich an meinen Laptop, klappte ihn auf und checkte meine E-Mails. Neue Aufgaben habe ich nicht bekommen, weil unser netter Schulleiter den Eltern eine E-Mail geschickt hat, worin steht, dass am Montag keine neuen Aufgaben aufgegeben werden sollen, weil wir auch mal eine Verschnaufpause brauchen. Also habe ich am Montag nur den Rest an Aufgaben, den ich noch hatte, abgearbeitet. Insofern war der Tag nicht so lang und ich hatte alles schon fertig.

Bis bald,

Hannah

25.03.2020: Mittwoch
Ich sitze am Frühstückstisch und versuche mich zu überzeugen, den Porridge, den mein Vater geholt hatte, zu mögen. Selbst mein Apfel konnte ihn nicht verbessern. Also schluckte ich den Schleim mühsam herunter und ging in meine Zimmer. Angefangen damit, mich hinzusetzen und Chemie abzuschicken, habe ich dann auch Sport gemacht. Des Weiteren habe ich mich gelangweilt, weil ich keine Aufgaben mehr hatte. Also ging ich mit meinem Hund raus und machte mir kein Mittag, weil dieser Porridge noch quer in meinem Magen lag. Ich laß ein Buch daraufhin und die Stunden gingen nur so vorbei und dann war es Abendessen-Zeit. Ich muss los.

Bis bald,

Hannah

27.03.2020: Freitag
Die zweite Corona-Woche ist auch schon um. Aufgestanden mache ich mir mein kleines Frühstück. Mein Vater ist zur Arbeit los und kommt heute erst um 18:00 Uhr wieder. Danach fährt er mich zu meiner Mutter, wo sie mich mit ihrem Freund empfängt. Heute habe ich neue Informationen bekommen über anstehende Arbeiten und Arbeitsaufträge. Manche Arbeiten wurden verschoben, manche wurden abgesagt, weil man ja sich nicht sicher ist, ob wirklich die Schule wieder am 20.04 stattfindet. Meine Mutter hat mir erzählt, dass das eine Institut meinte, dass erst im April die große Welle kommt und ich war sehr verwundert, weil wir ja schon über 24.000 Infizierte in Deutschland haben. Meine größte Frage momentan ist, ob wir dieses Halbjahr überhaupt noch Schule haben. Dies steht bisher nur in den Sternen. Ich bin mir ebenfalls nicht sicher, wie wir denn unsere Arbeiten schreiben sollen, die können ja nicht alle verschoben werden. Vielleicht schreiben wir Ersatzleistungsarbeiten. Also Texte oder kleine Projekte… wer weiß? Es ist einfach so unglaublich für mich, zu begreifen, wie schnell sich dieser Virus ausbreiten konnte. Außerdem gucken dich die Leute wie Aasgeier an, wenn du einmal hustest, obwohl man sich wahrscheinlich einfach nur verschluckt hat. Man möchte gar nicht mehr husten in der Öffentlichkeit. Das ist so krass, wie man einfach immer Handschuhe anziehen muss, um einkaufen zu gehen und man immer einen Einkaufwagen oder einen Korb mit sich nehmen muss, selbst wenn man nur Kaugummi kaufen möchte. Wie viele Menschen am Existenzminimum kauern müssen, weil sie sich und die Familie bald nicht mehr finanzieren müssen. Wie alle Reisebüros pleite gehen und die Desinfektionsmarken in die Höhe schießen. Klopapier… warum brauchen die Menschen zehn Packungen Klopapier? Die müssen ja jetzt das Kinderzimmer in ein Klopapier-Zimmer umwandeln. Mein Vater meinte zu mir, das ist kein Corona Virus, sondern ein Klorona Virus. Das ist doch unglaublich, dass man aus den Nachrichten hört, wie sich die Menschen im Laden das Klopapier aus den Einkaufwägen klauen, wenn der eigentliche Käufer für zwei Sekunden weg ist. Wie man nirgendwo noch Desinfektionsmittel vorfinden kann. Den Menschen ist es anscheinend egal, dass wir vor allem den älteren Menschen helfen müssen, diesen Virus ohne zu sterben zu überstehen. Denkt an die Großeltern oder Eltern, die zu Hause sind, niemanden haben und nicht raus dürfen, weil dieser Virus lebensgefährlich ist. Das ist schrecklich!!! Ich könnte noch stundenlang darüber weiterschreiben, aber irgendwann muss ich zum Ende kommen. Ich habe meinen Stand und meine Sicht der Dinge klar dargestellt und hoffe, dass die Menschen das auch mal begreifen.

Bis bald,

Hannah

Coronapause 1: Das Erwachen
Nina Deiter

Für die einen ist es schon längst zur Realität geworden und für die anderen waren es bis vor kurzem noch unwirkliche Gedankenspiele. Corona, ein Thema, das spätestens jetzt uns alle betrifft.

Noch vor wenigen Wochen, ja sogar Tagen, hätte ich mir nie im Leben ausmalen können, dass dieses Thema irgendwann mal so einen großen Platz in meinem Leben aber auch in dem meiner Familie und Freunde einnehmen wird. Es war so weit entfernt, irgendwo in China, ganz weit weg von Hamburg und uns Goanern. Es kam aber wie es kommen musste, das Virus verteilte sich über die ganze Welt, spätestens als das ganze Drama in Italien losging, war klar: Wir bleiben nicht verschont.

Kurz vor den Ferien begann die Rede von: Was wäre, wenn wir nach den eigentlichen Ferien noch mehr freie Zeit haben würden, das wäre doch mega cool oder nicht? Und auch Lehrer haben schon Mails bekommen, dass man noch nicht genau weiß, wie es nach den Ferien weiter gehen wird. Aber mal ganz ehrlich, eigentlich war das doch zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellbar, oder? Und dieser Gedanke blieb mir auch noch bis zum Freitag vor Schulbeginn. Doch dann kam die Verkündung unseres Schulsenators: 14 Tage Corona-Ferien.

Sonntagabend trudelten schon die ersten Mails und Anweisungen in die noch verschlafene Welt von IServ, Betonung auf noch. Schon montagmorgens lief die Plattform auf Hochtouren und aus der verschlafenen IServ-Welt wurde die aufgeweckte digitale Welt, welche nun kaum noch wegzudenken war. Dornröschens Erwachen, wenn man so will.

Nachdem man sich alle Mails durchgelesen hatte, ging es noch einigermaßen motiviert an die Aufgaben, doch schon nach den ersten Apps, die man ausprobiert hat, kam es bei einigen zu Verzweifeln und Kopfzerbrechen, sodass die Motivation immer weiter sank. Wie soll eine App deine Leistungen bewerten, wenn nur exakt eine Antwortmöglichkeit richtig sein kann? Kleinste Abweichungen, die in der realen Schulwelt noch durchgegangen wären, sind plötzlich komplett falsch.

Auch bei der Anzahl der Aufgaben waren einige überfordert und hielten die Spitze dieses Aufgabenberges für unerreichbar.

Jedoch gab es auch positive erste Meinungen und Ansichten über die Gestaltung der Aufgaben.

Einige könnten sich eine solche Art der Unterrichtsgestaltung auch durchaus als reguläre Unterrichtsgestaltung vorstellen.

Positive oder negative Meinung hin oder her, es wurde viel in den Klassenchats diskutiert. Natürlich über die Aufgaben aber auch über die ganze „Corona-Situation“ selbst. Durch diese ganze Situation sind vielleicht auch einige Eltern hellhöriger geworden und haben ihren Kindern verboten, sich mit ihren Freunden zu treffen. Wie soll man das aushalten? Mindestens 14 Tage ohne soziale Kontakte, alleine, nur mit seiner Familie um sich herum. Wenn man das nicht gewöhnt ist und man viel mit seinen Freunden in persönlichem Kontakt steht, dann kann diese Zeit schon hart werden, auch, wenn WhatsApp & Co. nur einen Klick entfernt sind. Aber vielleicht ist es ja für einige ganz gut, einfach mal Me-time zu haben und sich von seinen stetigen Begleitern zu entfernen, zum Beispiel um Dinge, die man die ganze Zeit vor sich hergeschoben hat, zu erledigen oder einfach ein bisschen mehr mit seiner Familie zu machen. Spätestens, wenn eine Ausgangssperre für alle verhängt wird, kann man dem Zuhause-Vergammeln nicht mehr entkommen, wir müssen früher oder später eh damit klar kommen.

Aber wie sieht es eigentlich an Tag Zwei mit dem Home-Office oder der Homeschool aus? Tja, einige ärgern sich immer noch an den Aufgabenbergen oder an der Art der Aufgaben, andere sind nach wie vor glücklich oder ihr Glück hat sich in Unglück verwandelt und wieder andere haben sich mit der Situation abgefunden und das beste daraus gemacht. Wovon man ausgehen kann ist, dass sich der E-Mail- und Aufgaben-Verkehr nicht verbessert, sondern eher verschlimmert hat und das ist auch zu spüren, Dornröschen ist nun endgültig erwacht. Die Plattform braucht manchmal ewig zum Laden und auch „Error“ ist nun zum häufig gesehenen Begriff geworden. Wenigstens läuft die Aufgabenverteilung, wobei diese an manchen Stellen noch etwas hakt und verbesserungswürdig ist. Langweilig wird einem nie und man fühlt sich schon fast wie eine Sekretärin/ ein Sekretär, die/der alles genauestens einplant, um alle Aufgaben rechtzeitig zu bearbeiten und abzugeben, damit auch ja nichts schief läuft.

Mal sehen wie sich die Lage mit Iserv und den Gemütern der Goanerinnen und Goaner noch verändern wird.

Wir alle bleiben gespannt und werden bestimmt auch noch wild drauf los spekulieren, natürlich ohne Fake-News zu verbreiten. Bis dahin ist das Wichtigste natürlich: gesund bleiben und Stellung halten.

Tagebuch: Corona-Pause
Lennart Deiter

19.03.20:
Mittlerweile haben wir den 4. Tag an dem wir mehr oder weniger selbstständig zu Hause Home-Office betreiben sollen. Es funktioniert bei mir persönlich relativ gut, obwohl es doch manchmal Unzufriedenheit mit der Menge der Aufgaben gab. Bis jetzt bestand mein Tagesablauf eigentlich nur darin, meinen schulischen Pflichten nachzugehen, rumzuhängen oder Playstation zu spielen, denn viel mehr gab es eigentlich auch nicht zu tun.

21.03.20:
Der 6. Tag geht vorbei und so langsam merke ich, wie die Tage immer kürzer werden. Zu lange wach bleiben, zu spät aufstehen und das einzige ,was man dann zu tun hat, ist seine Aufgaben zu erledigen. Ohne das Training hat sich der Tagesablauf echt verändert. Glücklicherweise habe ich heute Aufgaben von meinem Trainer bekommen, die ich zu Hause durchführen kann. Ein kleiner Schimmer Hoffnung in Richtung Abwechslung.

22.03.20:
Nach einer Woche, in der man jeden Tag den gleichen Ablauf hatte, habe ich mich auch mittlerweile an die Menge der Aufgaben gewöhnt. Ich teile mir mit meiner Schwester einen PC, sodass sie ihre Aufgaben bis 15 Uhr erledigen kann und ich danach meine Zeit sinnvoll nutze. Wenn ich jetzt abwägen müsste, ob mir Schule oder Home-Office besser gefällt, könnte ich das gar nicht so richtig sagen. Einerseits das entspannte Aufstehen, andererseits die Aufgaben, die man sich zeitlich gut einplanen muss.

24.03.20:
Der 9. Tag und mittlerweile bin ich auch nicht mehr der einzige aus meiner Familie, der dieses Wort ,,Corona´´ nicht mehr hören kann. Ob in den Nachrichten im Radio oder auf irgendwelchen Websites: Nur noch Corona, Corona, Corona!

Man fühlt sich schon fast so, als wenn es gar nichts Schönes mehr auf der Welt geben würde. Dabei gibt es auch gar nichts mehr, was man machen kann, seitdem die Ausgangsbeschränkungen angekündigt wurden.

26.03.20:
Nachdem sich der Sport wieder in meinen Alltag eingefunden hat und es sich nach fast zwei Wochen wieder nach einem einigermaßen strukturierten Alltag anfühlt, habe ich gemerkt, dass Home-Office gar nicht so blöd ist, wie ich anfangs dachte. Mittlerweile finde ich es sogar besser als Unterricht und um 7 Uhr morgens aufstehen zu müssen, mal abgesehen davon, dass man seine Freunde nicht treffen kann und allgemein sehr eingeschränkt ist, in dem was man tut. Trotz alledem heißt es für mich eigentlich nur nach vorne schauen, weil ich es kaum abwarten kann, in die neue Saison zu starten, die voraussichtlich ab Mai beginnt und natürlich sich wieder mit Freunden treffen zu können.

Die Corona-Pause: Bericht
Monya Bergmann

Corona hier, Corona da…die ganze Welt spricht von diesem Virus, das alles auf den Kopf stellt – auch in unserem Schulleben bleibt es nicht verborgen.

Am letzten Freitag der Skiferien habe ich durch die Medien erfahren, dass ich für weitere zwei Wochen Zuhause bleiben darf. Das Schulministerium hat entschieden, dass aufgrund des Virus die Schulferien verlängert werden. Natürlich, im ersten Moment habe ich mich tierisch gefreut, doch kurz danach kamen tausend Fragen auf: Werden wir Aufgaben bekommen? Werden die versäumten Arbeiten verschoben? Werden wir Lernstoff dadurch auslassen müssen? Werden wir überhaupt schon in zwei Wochen wieder zur Schule gehen können? Alles Fragen, die in diesem Moment vermutlich niemand beantworten konnte.

Nun hieß es warten auf weitere Informationen. Und das nicht lange, denn Herr Widmann informierte kurze Zeit später alle über den weiteren Verlauf: Es werden Aufgaben über unser Schulportal Iserv gestellt und es wird eine Notbetreuung geben.

Unwissend, wie das alles nun genau verlaufen wird, öffnete ich am Montag, dem eigentlichen ersten Schultag nach den Ferien, meinen Account bei IServ und wurde überrumpelt mit zig Mails von verschiedenen Lehrern. Es wurde uns die Verwendung von IServ erklärt und von unserem Fachlehrern erhielten wir eine Menge an Aufgaben.

Dabei wurden verschiedene Methoden angewandt: Einige schickten uns Arbeitsblätter zum Ausdrucken, andere benutzen Online-Plattformen, wie beispielsweise bettermarks für das Fach Mathe. Nachdem ich nach Jahren endlich die Arbeitsblätter ausdrucken konnte, weil IServ total überlastet war, konnte ich anfangen, die Aufgaben zu lösen. Wenn hierbei Fragen auftraten, konnte ich immer eine Mail an die Lehrkraft schreiben und erhielt meistens relativ zügig eine Antwort.

Bei den Online-Plattformen wurde es jedoch ein wenig kniffelig: Durch die Überlastung der jeweiligen Websites war es häufig nicht möglich, sich einzuloggen. Es wurde geraten, es zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu versuchen. Vergebens, denn auch zu einem späteren Zeitpunkt kam es zu Fehlermeldungen. Wenn man nach gewisser Zeit es aber doch geschafft hat, sich endlich einzuloggen, hat das digitale Lernen viel Spaß gebracht.

In den nächsten Tagen wurden uns die Aufgaben nur noch über das Aufgaben-Tool auf IServ übermittelt und nicht über eine Mail. Diese Aufgaben-Seite ähnelt einer To-Do-Liste: Der Lehrer kann die Aufgabe verfassen und ggf. auch noch Dokumente anhängen. Wenn ich die Aufgaben erledigt hatte, konnte ich sie ganz einfach dort wieder einfügen und somit abgeben. Die Lehrer haben unsere Aufgaben auch kontrolliert und benotet. Das Besprechen der Aufgaben im Unterricht fiel also aus, aber man erzielte trotzdem einen gewissen Lerneffekt.

Allgemein muss ich sagen, dass das Homeschooling sehr gut funktioniert: Man kann ausschlafen, sich die Aufgaben selbst einteilen und dadurch auch eine Pause machen, wann man möchte. Es zählt also nur, dass man die Aufgaben zum Abgabetermin abgibt und sie vollständig und ordentlich bearbeitet wurden. Ich kann mich meistens besser Zuhause konzentrieren, als sonst in der Schule. Dadurch bin ich natürlich produktiver. Auch die Kommunikation läuft gut, denn auf eine Mail wird schnell geantwortet.

Jedoch muss ich sagen, dass es teilweise sehr schwierig ist, wenn man eine inhaltliche Frage hat, diese zu stellen. Im Unterricht kann einem das direkt erklärt werden und während der „Corona-Pause“ muss es über IServ erklärt werden und somit dauert die Bearbeitung der Aufgaben teilweise länger.

Mir ist außerdem aufgefallen, dass viele Lehrerinnen und Lehrer uns mehr Aufgaben geben, als wir jemals hätten im Unterricht bearbeiten können. Ich hab in gewisser Weise auch Verständnis damit, denn wir dürfen durch diese Zeit natürlich nur so wenig Lernstoff verpassen, wie möglich. Aber für uns Schüler und Schülerinnen ist das auch eine ganze neue und fremde Situation, in die wir uns erstmal einleben müssen. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Verständnis gewünscht.

Wie ich die Corona-Pause erlebe
Giada Ciletta

Seit einer Woche ist Corona nun auch ein riesiges Thema bei uns in Hamburg. Schulen schließen, Läden gehen pleite und das Toilettenpapier ist überall ausverkauft. Jede Familie geht individuell mit diesem weltverändernden Ereignis um.

Meine große, italienische, Familie macht das beste draus. Mein Vater, Besitzer eines italienischen Restaurants, beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Thema Corona. Italien, das zweit-betroffenste Land der Welt, ist komplett stillgelegt. Eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns so ist. Ohne italienische Produkte, die aus hygienischen Gründen nicht mehr geliefert, geschweige denn hergestellt werden, gibt es im Laufe der Zeit für uns und viele weitere Gastronomen nichts mehr zu verkaufen. Das ist nicht das einzige. Aus mir unerklärlichen Gründen hat der Staat beschlossen, Restaurants von 8-18 Uhr geöffnet zu halten. Mein Vater kommt immer mit einem Lächeln nach Hause, hoffend, dass sich das Thema bald gelegt hat.

Bei einer Sache bin ich Corona aber dankbar und ich bin mir sicher, dass nicht nur ich es bin. Durch dieses Ereignis haben Familien, die sich nicht so oft sehen, da sie viel arbeiten, mehr Zeit füreinander. Ich persönlich merke einen gewaltigen Unterschied. Mein Vater kommt anstatt um 23 Uhr um 18 Uhr nach Hause, sodass wir dann sogar die Zeit hanem, alle zusammen zu essen.

Ich persönlich bin sehr traurig über die Corona-Situation.

Homeschooling ist, für mich zumindest, schwerer als man denkt. An unserem ersten Corona-freien Schultag wäre mein allererster Schultag am Gymnasium Oberalster gewesen. Durch diesen relativ spontanen Schulwechsel, ohne die Chance, meine Klassenkameraden oder meine neuen Lehrer kennenzulernen, ist das Einleben natürlich schwerer, als ich es mir vorgestellt habe. Außerdem ein heikles Thema sind die Themen der Fächer für mich, denn manche, wenn nicht sogar die meisten Themen, die meine neue Klasse hat, hatte ich noch nie an meiner alten Schule, was bedeutet, dass ich mir die meisten Themen aus dem Nichts von selbst beibringen muss.

Das generelle Prinzip vom Homeschooling ist für mich kein Problem, solange man einen guten Überblick bewahrt.

Außerdem bin ich der Meinung, dass der Staat sehr viele unüberlegte Entscheidungen trifft.

Der Großteil aller Geschäfte soll schließen und nur die Hälfte der Grenzen werden geschlossen, wobei ich mich frage, warum denn nicht ganz oder gar nicht. Meine Tante, ausgebildete Friseurin, wird vom Staat als ein medizinisches Hilfsmittel angesehen, einer der Gründe, weshalb Friseure noch nicht geschlossen haben. Diesbezüglich denke ich etwas kritisch, denn wenn wir Schüler aus Sicherheitsgründen nicht mehr lernen dürfen, warum ist es denn so wichtig, dass andere Menschen eine perfekt sitzende Frisur haben? Ich höre mir jeden Tag im Radio die Nachrichten an, schaue Talkshows oder gucke mir Dokumentationen an. Alles in der Hoffnung zu hören „Schule findet wieder wie gewohnt statt, alle Geschäfte sind wieder offen, Corona wurde besiegt.“

Und ich kann es kaum erwarten.

Drei Wochen Extra-Schulferien – Fluch oder Segen? Die Sicht eines Schülers
Nick Hoffmann

Die Welt steht aktuell Kopf. Auf der ganzen Welt wütet das Coronavirus und geht jetzt schon in die Geschichte ein. Inzwischen sind Events wie die Europameisterschaft, die Olympischen Spiele oder der Eurovision Songcontest abgesagt und viele große Firmen drohen Pleite zu gehen. Auch die Schulen sind nun geschlossen. Aber sind noch einmal drei Wochen frei wirklich so entspannt und schön, wie man sich das vorstellt?

Natürlich ist es entspannt, jeden morgen erst um 10:00 Uhr aufzustehen, sich selbst ein Spiegelei zu machen und erstmal das Handy zu checken. Um 11:00 Uhr mache ich mich dann ran die Aufgaben, welche ich meist nach zwei bis drei Stunden fertig habe. Somit arbeite ich dann nur halb so lange wie als wenn ich in der Schule wäre. Das ist natürlich schön, jedoch ist auch nicht alles super, wenn man in Quarantäne ist.

Das Haus nicht verlassen zu dürfen ist echt härter, als man sich das vorstellt und es mehrere Wochen permanent mit den Eltern in einem Haus auszuhalten ist auch eine Kunst. Diese müssen natürlich auch von Zuhause arbeiten. Wenigstens kann ich mit meinen Freunden telefonieren oder mit ihnen Playstation spielen. Das ist aber auch etwas anderes, als wenn man mit ihnen in der Schule Späße macht.

Alles in allem würde ich sagen, dass das Schulische natürlich entspannter dadurch ist, jedoch wäre es wieder schön, sich an den normalen Schulalltag zu gewöhnen. Man merkt jetzt erst, was für ein Privileg es ist, normalerweise alles machen zu dürfen und auch in die Schule zu gehen.

Die Coronakrise
Johanna Marie von Rosenberg-Lipinsky

Da die Corona-Epidemie sich immer weiter verbreitet, müssen überall auf der Welt strenge Maßnahmen ergriffen werden. Fast alle Geschäfte werden geschlossen, Grenzen zu Ländern auch und vieles mehr. Dies betrifft nicht nur die ältere Generation, sondern auch uns Schüler.

Viele von uns waren in den Märzferien im Urlaub und einige Reisende hatten Probleme bei der Rückreise nach Deutschland. Ich zum Beispiel war mit meinem Vater auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik und bin 5 Stunden bevor es Kreuzfahrtschiffen verboten wurde in den karibischen Häfen anzulegen, abgeflogen. Geplant war unser Flug eigentlich ohnehin schon zwei Tage früher und an einem anderen Hafen in Kolumbien, doch die Einreise nach Kolumbien wurde uns auch verboten.

Am 10. April sollten die Austauschschüler aus Amerika zu uns nach Deutschland kommen. Dieser Besuch wurde selbstverständlich von den Schulbehörden untersagt. Die Gastfamilien hier in Hamburg hatten teilweise schon Ausflüge oder ähnliches geplant bzw. gebucht. Dies war nun alles umsonst. Die Flüge waren auch alle schon gebucht und bezahlt. Dieser Austausch wird nun wahrscheinlich auf nächstes Jahr April verschoben, dennoch ist es sehr traurig.

Ein weiterer Verlust durch die Coronakrise ist, dass man kaum Sozialkontakt mit anderen Menschen oder Freunden pflegt. Man kann oder sollte quasi nur die Leute sehen, mit denen man auch zusammenlebt, um den Coronavirus nicht weiter zu verbreiten. Mir fehlen meine Freunde sehr aber wir können uns schreiben und auch videochatten, jedoch ist das definitiv nicht dasselbe.

Wie das Virus unser soziales Leben verändert
Marit Mensing

In der aktuellen Situation, die durch das Corona-Virus geprägt wird, ist nahezu jeder dazu gezwungen, seinen Alltag und auch sein soziales Leben den Umständen anzupassen. Das ist nach den letzten zwei Wochen wohl nichts Neues mehr. Doch was bringt diese Quarantäne eigentlich mit sich? In diesem Bericht möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen, die ich in den letzten zwei Wochen gesammelt habe, berichten und dabei sowohl positive als auch negative Aspekte der neuartigen Situation aufgreifen.

Beginnen werde ich mit einem Punkt, den wohl jeder kennt: Langeweile.

Man weiß einfach nicht, was man mit sich anfangen soll. Den ganzen Tag hängt man zuhause rum. Freunde treffen darf man nicht und jegliche Sport- und Freizeitaktivitäten wurden abgesagt.

Um diese Langeweile zu bekämpfen gibt es jedoch viele Möglichkeiten. Videospiele und am Handy sein sind dabei, wie ich finde, nicht die Lösung. Vielmehr sollte man die viele freie Zeit effektiv nutzen und aktiv werden. Dass einem nichts einfällt, kann dabei nicht die Ausrede sein. Im Internet, auf Social Media und überall gibt es Dinge zu finden, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Beispielsweise kann man zuhause Sport machen mit zahlreichen Home-Workouts, Kochen lernen, neue Rezepte ausprobieren, mal wieder ein Buch lesen oder einfach mal kreativ werden. Für wen das all das nichts ist, dem würde ich raten, die Zeit trotzdem zu nutzen, das schöne Wetter und die Zeit mit seiner Familie genießen, die man sonst nicht hat anstatt in seinem Zimmer zu sitzen und sich eine Netflix-Serie nach der anderen reinzuziehen.

Wie ich in den letzten Tagen herausgefunden habe, bringt die Quarantäne nämlich auch gutes mit sich, denn sie bietet viel freie Zeit. In dieser Zeit lernt man sich zu beschäftigen. Man kann Dinge erledigen, die man schon lange vor sich herschiebt und seinen Horizont auch von zuhause aus erweitern, indem man neues Ausprobiert. Zudem kann man die Zeit nutzen um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Man denkt viel über Dinge nach, für die man sonst keine Zeit hat und findet dabei manchmal auch etwas Neues über sich selbst heraus.

Noch eine Sache die die neue Situation mit sich bringt ist die soziale Distanzierung von anderen, wie Freunden, Bekannten oder einfach nur Mitmenschen. Davon ausgenommen ist nur die eigene Familie, mit der man in einem Haushalt lebt. In den letzten Wochen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, sich von engen Freunden oder auch von den eigenen Großeltern, die man sonst täglich sieht, zu distanzieren. Natürlich vermisst man diese sozialen Kontakte, aber zum Schutz aller Personen muss man in dieser Situation stark bleiben. Zum Glück sind wir in der heutigen Welt auch niemals komplett voneinander getrennt. Es gibt hunderte von Mitteln, um miteinander zu kommunizieren. Darum kann man nur raten, regelmäßig mit den Menschen zu telefonieren oder zu schreiben. Wer sich sehen möchte, kann Face-Time Anrufe nutzen und sogar in der Gruppe ist es möglich, sich über das Smartphone zu sehen. Dies wird durch zahlreiche Apps wie beispielsweise House Party ermöglicht.

Nicht nur, dass man einige Menschen nicht sehen darf, kann schwer sein. Auch 24 Stunden am Tag mit immer den gleichen Menschen zusammen zu sein stellt eine Herausforderung dar. Wer viele Geschwister hat wie ich, der kennt es. Wenn man immer und ständig zusammen ist, geht man sich viel eher auf die Nerven und streitet sich auch öfter. Besonders im Teenager-Alter ist dies quasi nicht zu vermeiden. Deswegen sollte man sich auch immer Zeit für sich alleine nehmen, indem man sich für eine Stunde in sein Zimmer zurückzieht oder sich an die frische Luft begibt, um spazieren zu gehen. Hauptsache, man probiert sich nicht gegenseitig zu belagern und gut miteinander auszukommen.

Auch aus der Perspektive als Schülerin gibt es für mich einige Umstellungen. Da die Schule nicht komplett wegfallen kann, gibt es ab jetzt sogenanntes e-learning. Dabei werden uns Aufgaben für zuhause über E-Mail zugestellt. Und auch der Unterricht kann über Video-Konferenzen fortgeführt werden. Am Anfang erscheint es einem sehr stressig, doch dabei gilt zu beachten, dass sich dieses Prinzip noch in der Einstellungsphase befindet und man sich daran gewöhnen muss. Wer das Gefühl hat von Aufgaben überhäuft zu werden, dem rate ich einen Zeitplan zu erstellen um sich besser zu strukturieren. Dann fällt einem die Erledigung der Aufgaben viel einfacher und man gewöhnt sich viel schneller an die neue Situation.

Außerdem finde ich das e-learning sehr zukunftsorientiert, denn auch die Schule muss mit der fortschreitenden Digitalisierung mithalten. Die derzeitige Situation zeigt uns also wie Schule in der Zukunft aussehen könnte und bringt uns schon jetzt einen Schritt voran.

Abschließend kann man also sagen, dass die momentane Situation trotz der erschreckenden Umstände nicht nur Schlechtes mit sich bringt. Es gilt sich also nur sich auf die Situation einzustellen, denn so wird es für alle viel einfacher.

Home-Office
Simon Buelle

Seit den Märzferien gehe ich jetzt nicht mehr zur Schule wegen des Coronavirus. Das bedeutet, dass man jetzt Home-Office betreiben muss. Zuerst fand ich das sehr gut, da man nicht in die Schule gehen muss, um zu lernen. Über Home-Office ist es sehr schwer ,ein neues Thema anzufangen, da es immer Nachfragen gibt. Man muss eine E-Mail schreiben, was aufwendiger ist ,als sich einfach im Unterricht zu melden. Doch schon nach einer Woche wurde mir langweilig, da ich nicht wusste, wie ich mich beschäftigen sollte. Dadurch, dass die ganze Familie zu Hause ist, gibt es oft Streit, weil man sich gegenseitig auf die Nerven geht. Das bedeutet, dass man nicht richtig arbeiten kann, da es zu laut ist. Mein Vater arbeitet im Keller, wo er sein anderes Büro hat, um nicht von uns gestört zu werden. Ich war sehr viel im Garten, um mich dort zu beschäftigen. Außerdem kann man seine Freunde nicht sehen, was sehr schade ist. Die einzige Möglichkeit zu kommunizieren ist, sich gegenseitig zu schreiben oder sich anzurufen.