Von Wetten zu Taten – Jugendbeteiligung in Hamburg

Am 1. Juli haben wir, Moritz und Louis aus der 8. Klasse, an einem Workshop der Hamburg Sustainability Week teilgenommen. Der Workshop hieß „Von Wetten zu Taten“ und fand in der Handelskammer Hamburg statt.

Als wir morgens ankamen, wurden wir zuerst mit Snacks und Getränken versorgt. Danach nahmen wir in einer gemütlichen Sitzecke Platz und bekamen eine kurze Einleitung zum Ablauf des Workshops.

Auch mehrere Politikerinnen und Politiker waren extra für den Workshop gekommen.

Zu Beginn bekamen wir drei Fragen, die wir bei einem Online-Workshop zuvor vorbereitet hatten:

Wie soll sich Hamburgs Stadtbild in den nächsten zehn Jahren verändern?

Wo und wie kann Hamburg noch barrierefreier werden?

Was kann man tun, damit Jugendliche häufiger den öffentlichen Nahverkehr oder Fahrräder

nutzen?

Zuerst diskutierten wir die Fragen in kleinen Gruppen mit jeweils vier Schülerinnen und Schülern. Dabei konnten wir uns überlegen, was uns persönlich an Hamburg stört und was wir uns für die Zukunft wünschen.

Anschließend kam zu jeder der drei Fragen ein anderer Politiker oder eine andere Politikerin zu unserer Gruppe. So konnten wir jede Frage noch einmal gemeinsam diskutieren und unsere Ideen direkt mit Politikerinnen und Politikern besprechen.

Auch sie brachten dabei ihre eigenen Gedanken und Vorschläge ein und erklärten uns, was machbar ist und was nicht. Dadurch entstanden teilweise ganz neue Ideen.

Am Ende kamen alle wieder in einer großen Runde zusammen. Jede Gruppe entschied sich für ihr bestes Ergebnis und präsentierte dieses anschließend vor den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Dort wurden die verschiedenen Meinungen und Ideen gesammelt und gemeinsam besprochen. Am Ende entstanden daraus konkrete Ergebnisse, die sogenannten „Wetten“. Die Politikerinnen und Politiker wetten darauf, dass sie diese Projekte innerhalb eines Jahres umsetzen werden.

Zusätzlich wurden gemeinnützige Wetteinsätze, zum Beispiel Spenden an Hilfsorganisationen, für den Fall festgelegt, dass die Wetten nicht eingehalten werden. Die erste und unsere Wette war, dass Rufbusse wie MOIA in das kostenlose Schüler-

Deutschlandticket aufgenommen werden.Eine weitere Wette war, dass vier Spielplätze mit Sonnenschutz ausgestattet werden sollen. Durch Sonnensegel oder ähnliche Möglichkeiten sollen die Spielplätze auch im Sommer besser genutzt

werden können. Außerdem soll ein Projekt gestartet werden, damit zukünftig noch mehr Spielplätze verschattet werden. Eine Politikerin möchte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schulweg befragen, was sie an diesem

stört und wie dieser sicherer und attraktiver gestaltet werden kann. Dadurch sollen mehr Jugendliche zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, anstatt von ihren Eltern mit dem Auto gebracht zu werden.

Außerdem soll es mehr öffentlich zugängliche Freizeitbereiche für Jugendliche geben. Ein weiteres Thema war der öffentliche Nahverkehr. Eine Politikerin möchte sich noch stärker dafür einsetzen, dass bis 2030 Züge und möglichst auch Busse autonom fahren können. Dadurch

könnte die Taktung engmaschiger und der Verkehr flüssiger werden. Die letzte Wette bestand darin, dass eine Politikerin inhaftierte Jugendliche besuchen und befragen möchte, was dazu geführt hat, dass sie inhaftiert wurden und wie man andere Jugendliche

davon abhalten kann. Nach den vielen Diskussionen gab es auch eine Mittagspause. Das Mittagessen war kostenlos und sehr lecker. Für uns war der Workshop eine interessante Erfahrung. Besonders spannend war, dass wir unsere

eigenen Ideen direkt mit Politikerinnen und Politikern besprechen konnten und dass diese Ideen möglichst auch umgesetzt werden. Der Workshop hat gezeigt, dass Jugendliche schon heute Ideen einbringen können, wie Hamburg in

Zukunft aussehen soll. Jetzt sind wir gespannt, was aus den Wetten tatsächlich wird, überprüft wird das dann bei der nächsten Sustainability WeekEins steht auf jeden Fall fest: Beim nächsten Mal sind wir auch wieder dabei –

bei „Von Wetten zu Taten“!

Moritz und Louis, 8. Klasse