„Krummer Hund“ in der Aula – eine Lesung von Juliane Pickel

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Am letzten Schultag vor den Herbstferien versammelten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 zu einer Lesung im Rahmen des alljährlich stattfindenden Hamburger Lesefestes „Seiteneinsteiger“ in der Aula. 

Die in Hamburg lebende Autorin Juliana Pickel las aus ihrem ersten Roman „Krummer Hund“, für den sie bereits mehrere Auszeichnungen erhalten hat. Die Zuhörer verfolgten gespannt, was die Autorin über sich, ihren Roman, dessen Figuren und  die Entstehungsgeschichte berichtete. 

Einige Schülerinnen und Schüler der 8c haben hinterher folgende kurze Rezensionen über die Veranstaltung und den Roman verfasst: 

 „Die Autorin hat sich mit dem Thema „Wut“ beschäftigt und es gut in den Roman integriert.“ 

„Es war gut, dass wir eigene Fragen stellen konnten. Wir haben erfahren, worum es in dem Buch geht, aber es wurde nichts gespoilert.“ 

„Ich habe mich sehr über das Autogramm am Ende der Lesung gefreut.“

„Ich fand, dass der Titel gut gewählt war.“

 „An der Lesung hat mir gefallen, wie Juliane Pickel sie eingeteilt hat. Sie hat verschiedene Buchszenen vorgelesen, die alle spannend waren. Ihr Schreibstil gefällt mir und man konnte sich gut in die Hauptfigur hineinversetzen. Außerdem ist das Buch für Jugendliche geeignet, da die Hauptperson ein Teenager ist.“

„Ich würde das Buch Leuten empfehlen, die spannende, traurige und emotionale Bücher mögen.“

Habt ihr Lust bekommen, den Roman zu lesen? Dann schaut in der Schulbibliothek vorbei, denn dort könnt ihr „Krummer Hund“ von Juliane Pickel entleihen. 

Viel Spaß beim Lesen!

Die Schülerinnen und Schüler der 8c beschäftigten sich als Vorbereitung auf die Lesung mit einzelnen Textausschnitten aus dem Roman. Der kreative Schreibauftrag lautete: „Integriere ein Zitat aus dem Roman „Krummer Hund“ von Juliane Pickel in eine eigene Geschichte.“  Zwei Ergebnisse seien hier exemplarisch vorgestellt: 

Er sitzt schweigend auf der Fensterbank, in den Händen hält er einen gelblichen Zeichenblock und einen zerkauten Bleistift. Sein Blick wandert vom Blatt durch die Fensterscheibe. Draußen hat sich der Himmel verdunkelt und schwere Regentropfen prasseln auf die Straße. Im Hintergrund läuft leise der Geschirrspüler und die flackernde Deckenleuchte taucht das Zimmer in ein ungewöhnlich kühles Licht. Er zieht sich seine Kapuze noch tiefer ins Gesicht und widmet seine Aufmerksamkeit wieder seinem Papier. Sein Stift, mit dem er eben noch gekritzelt hat, hängt in der Luft. Sein Gesicht sieht so aus, als hätte ein Teil von ihm gerade seinen Körper und dann das Haus verlassen. (Leni, 8c) 

Nicht schon wieder! Diese Polizisten stehen überall und halten einen an. Scheiße! Das ist jetzt das dritte Mal diese Woche und es waren mindestens 10 km/h zu viel. Fuck, woher soll ich das Geld nehmen? „Steigen Sie aus!“ Ein dicklicher, älterer Polizist spricht mich an. Ich weiß: Wenn ich jetzt aussteige, ist mein Geld für die nächsten Wochen weg. Ich drücke auf’s Gas, ganz instinktiv und höre Sirenen. 

Nein, nein, nein, nicht jetzt! Meine Tankanzeige fängt an zu blinken. Mist! Sobald die Anzeige blinkt, fährt der alte Opel keine 2 km mehr. Das kann nicht wahr sein! Ich will es nicht wahrhaben, aber es hat keinen Sinn mehr, zu flüchten. Mein Auto bleibt stehen. 

Keine zehn Minuten später befinde ich mich auf der Wache. Einen Anruf habe ich frei und rufe meine Mutter an. Ich erzähle ihr alles und alles, was sie sagt, ist: Weißt du eigentlich, dass man dafür in den Knast kommen kann?“ (Clemens, 8c)